Feb 27 2020

Coronavirus – Fakten und TCM

von Dr. Raphael Hochstrasser

Monatliche Anzahl weltweiter Todesfälle pro Ereignis (aufgerechnete und ungefähre Werte):

  • 40’000 Coronavirus
  • 38’000 „Normale“ saisonale Grippe
  • 49’000 HIV
  • 90’000 Auto
  • 200’000 Iatrogen
  • 750’000 Hunger
  • 1’000’000 Herzkreislaufversagen

Wenn wir diese Zahlen betrachten, weshalb wird das Coronavirus trotzdem selbst von Fachpersonen so sehr gehypet? – Einerseits wegen der höheren Ausbreitungsrate (R0 = ca. 2.2% bzw. 1.4-5.47) als bei saisonalen Grippen (ca. 1.3%), doch vor allem wurde in den Ländern, wo das Virus zuerst detektiert wurde, ein rund 10x tödlicherer Ausgang gemessen (Mortalität = 2.2%; saisonale Grippen = ca. 0.2%). Allerdings bildet dieser Wert aus verschiedenen Gründen nicht die Realität ab! Hier die Gründe:
1. Mittlerweile weiss man, dass die meisten registrierten Coronatoten nicht an Covid-19 gestorben sind, sondern mit! Oft ist einfach die Rede von Coronatoten, wobei nicht unterschieden wird, ob die Menschen an oder mit Covid-19 gestorben sind. Wissenschaftlich wäre, Covid-19 erst dann als Haupttodesursache zu verzeichnen, wenn es hauptsächlich dafür verantwortlich ist, und die Vorerkrankungen eine kleinere Rolle spielen.
2. Es sind überwiegend Menschen gefährdet, die auch ohne das Virus gefährdet sind, also etwa mit stark vorgeschädigten Atemsystemen (Rauchen, Luftverschmutzung), mit mehrfacher Vorerkrankungen, sehr schwachem Immunsystem oder Menschen, die besonders alt sind oder unter prekären Bedingungen leben. Unter normalen oder guten Lebensbedingungen, wie etwa in der Schweiz, liegt die Sterblichkeitsrate des Coronavirus (SARS-CoV-2) wesentlich tiefer, schätzungsweise bei 0.2%! (Hierzu ein sachlich-wissenschaftlicher Bericht [1])
3. Die Sterblichkeitsrate ist und bleibt ein Schätzwert, solange keine durchgehende Tests (Screening) stattfinden. Wie oft wurdest Du bei einer Grippe statistisch erfasst? – So ist es auch beim Coronavirus, wo vorwiegend die symptomatischen und schweren Fälle erfasst werden, bei denen die Prognose naturgemäss schlechter ist. In Südkorea, dem Land mit der vorübergehend höchsten Zahl von Infizierten, wurden prozentual auch am meisten Menschen getestet. Entsprechend niedrig war (<.5%) die Sterberate. Am 19. März wurde gar eine grosse französische Studie [2] veröffentlicht, bei der die Mortalität normaler Coronaviren mit der von Covid-19 getestet wurde (kein Unterschied!). von Nota bene: Bei jeder saisonalen Grippe sterben mehr als 3x so viele Menschen! Hier weitere hilfreiche Vergleiche [3], um ein Gefühl der Verhältnisse zu bekommen. Auf der website von Euro-Momo sind die Sterbezahlen von 24 europäischen Ländern in Kurvendiagrammen zusammengefasst. Angesichts der aktuellen Krise dürfte man dort nun extreme Unterschiede zu Vorjahren erwarten? Weit gefehlt!
4. In den Medien wimmelt es nur so von Hochrechnungen. Dabei sind immer wieder grobe Fehler zu sehen: Beispielsweise wird sehr oft die sogenannte Mortalität (Anzahl der Toten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung) und Letalität (Anzahl der Toten im Verhältnis der Erkrankten) verwechselt. Darauf basierend wird bei den Hochrechnungen oft die Zahl der Infizierten (mit dem Virus, SARS-CoV-2) genommen, anstelle die Zahl der Erkrankten (mit Covid-19). Bei den Todesursachen wird, sobald Covid-19 festgestellt wird, diese auch im Totenschein vermerkt, unabhängig davon, was tatsächlich zum Tot geführt hat. Abgesehen von Hamburg wurden weltweit kaum Nachuntersuchungen durchgeführt, um die jeweilig Todesursache festzustellen. Umso mehr sollte man aufhorchen, wenn Klaus Püschel, der leitende Rechtsmediziner des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin (z. B. hier) berichtet, dass es viel weniger Corona-Tote gibt als allgemein ausgewiesen werden, und, dass die derzeitigen Massnahmen nicht gerechtfertigt seien.

Aus welchem Grund hört man von Fachpersonen kaum, dass der Coronavirus demnach weniger schlimmer ist als es die Medien vermuten lassen? – Das liegt wohl daran, dass wir Menschen immer weniger akzeptieren, dass Krankheit und Tod zum Leben gehören. Statt uns damit auseinanderzusetzen, suchen wir nach Auswegen und Hilfe bei den Fachleuten. Die Fachleute stehen unter hohem Druck, ja keinen Fehler zu begehen und gegen jedes vermeidbare Risiko vorzugehen. Das ist natürlich völlig absurd! Wenn wir unsere Zeit nur noch damit verbringen, Risiken auszuschliessen, verpassen wir das Leben. Vielen ist das klar, aber einige Menschen neigen dazu, die Schuld selbst für naturgemässe Ereignisse bei anderen zu suchen. Und dann werden jene, die helfen wollen, mit emotionalen oder gar juristischen Klagen von Patienten und Angehörigen angegriffen. Aus der unreflektierten Panik der Betroffenen wird eine reale Bedrohung für die Helfenden.

100% gesundheitliche Sicherheit wird es NIE geben. Dieser Anspruch ist nicht nur unrealistisch, sondern auch mitverantwortlich dafür, dass sich unser Gesundheitssystem immer weiter auf die Verhinderung aller möglicher Risiken einschiesst und dabei zu kollabieren droht – nicht erst seit dem Coronavirus. Wer etwas anderes glaubt, braucht nur mit Pflegefachpersonen der vordersten Front zu sprechen. Alleine schon aus diesem Grund sollte gut überlegt sein, wie sinnvoll es ist, den Fokus immer weiter auf das Verhindern von Krankheiten (Pathogenese) zu verengen und währenddessen die Stärkung der Gesundheit (Salutogenese) zu vernachlässigen. Doch eine nüchterne Abwägung zur effizienten Einteilung der Ressourcen wird solange verunmöglicht, wie die Angst und krampfhafte Festhalten auf das Anrecht von absoluter Unversehrtheit vorherrschen.

Doch weshalb machen wir da alle mit? – Kein Virologe, kein Epidemiologe und auch sonst kein Experte der Welt kann berechnen, wie gross die Bedrohung des Coronavirus tatsächlich ist. Alle Massnahmen, die wir treffen, basieren lediglich auf Schätzungen und Meinungen von Experten, also letztlich auf einem Gefühl! Es bleibt den Experten gar nichts anderes übrig, als auf mögliche Gefahren hinzuweisen und die Politiker müssen das ernst nehmen. Es könnte ja tatsächlich zu einer Katastrophe kommen, also bleiben wir lieber mal auf der sicheren Seite. Um die Massnahmen, z. B. zwecks der Verzögerung der Ausbreitung des Virus, konsequent durchführen zu können, braucht es eine gewisse Überzeugungskraft, womit auch ein gewisses Mass an Panik adäquat wird. Leider können sich Ängste und Panik durch die Gruppendynamik kumulieren. Und weil drastische Massnahmen gegenüber der Bevölkerung gut gerechtfertigt werden müssen, und immer auch Gegenstimmen erklingen, verschärft sich die Argumentation und die Panikmache, bis sich die Experten und Politiker irgendwann in ihrer Haltung verkeilen. Die Fronten verhärten sich und damit die Argumente, es kommt zu Zirkelbezügen und eine vernünftige Diskussion wird verunmöglicht. Diese ist aber sehr wichtig, denn …

Ab einem bestimmten Punkt richtet die Risikovermeidung mehr Schaden an als das Risiko selber.

Was ist die reale Gefahr des Coronavirus: Solange wir das gesellschaftliche Leben nicht komplett einschränken (so wie in Singapur oder China), werden sich vorraussichtlich 30-70% der Gesamtbevölkerung mit SARS-CoV-2 anstecken. Rund 80% der Infizierten können mit einem milden Verlauf rechnen (die dürfen zu Hause bleiben), 15% wird deutlichere Symptome bzw. eine Erkrankung (= Covid-19) erfahren und etwas unter 1% benötigen wegen Lungenentzündung (meist bilaterale interstitielle Pneumonie) mit Komplikationen eine intensive Hospitalisation. Die Risikogruppe besteht vor allem aus älteren Menschen (über 75 Jahre), mit Polypragmasie (viele verschiedene Medikamente) und mehrfacher Vorerkrankung (polymorbid) wie Diabetes oder massivem Bluthochdruck. Da die Spitäler nur über eine bestimmte Anzahl an Beatmungsstationen (samt Fachpersonal) verfügen, kann es dort zu einer Überlastung kommen. Zunächst mal macht es durchaus Sinn, den Peak der Infektionen abzuflachen. Hier wird anschaulich simuliert, wie: Harry Stevens, The Washington Post [4].

Und dann die Frage, warum es denn nun an einigen Orten zum Kollaps gekommen ist. Liegt das alleine an der Gefährlichkeit von SARS-CoV-2? Die Sterblichkeitsrate ist es ja anscheinend nicht. Ist es die Ausbreitung? Offensichtlich ebenfalls nicht. Obwohl zwar pro Infiziertem etwas mehr Menschen angesteckt werden können als bei einer saisonalen Grippe, ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit nur halb so hoch (WHO Fact-Sheet [5]. Der Grund scheint eher ein Mix verschiedener Faktoren:
1. Hygieneprobleme und Übertragung von Krankheiten in Spitälern (in einigen Ländern wie z. B. Italien und China bekannterweise grösser als in Holland und Deutschland wo auch die Sterberate von Covid-19 viel niedriger ist).
2. Sobald die Hysterie losgeht, belasten Menschen das System bei geringsten Symptomen wie Husten und Fieber, der Covid-19-Test ist sehr aufwändig.
3. Nun ist schlagartig alles deutlich komplizierter geworden durch die verschärften Hygienemassnahmen, was z. B. im Vergleich zu den bisherigen saisonalen Grippen zu einem enormen Mehraufwand führt.
4. Plötzlich schaut die ganze Welt gebannt auf die Coronapatienten, es wird nach Rettung verlangt, die es sonst bei Schwerkranken im Spital oft nicht gibt. Jährlich sterben alleine in Europa rund 90’000 Menschen durch Infektionen, die sie sich in Spitälern zuziehen. Müsste dies nicht mindestens ebenso viel Aufsehen erregen wie Corona mit viel niedrigen Todeszahlen?
5. Das Gesundheitssystem, vor allem die Spitäler und das Pflegepersonal waren schon vorher chronisch überlastet, die Corona-Panik war nur noch der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Und zwar genau dort am meisten, wo die sozialen Systeme am meisten abgebaut wurden. Man könnte ja meinen, die Gesundheitsversorgung sei in einer modernen Gesellschaft wie der USA in den letzten 30 Jahren ausgebaut worden? Das Gegenteil ist der Fall, die Zahl der Krankenhausbetten pro Tausend Einwohner wurde seit 1970 mehr als halbiert! Ebenso in Frankreich und in Italien wurden sie (gemäss WHO) in 30 Jahren auf einen Drittel reduziert (Sehr lesenswerter Artikel über die Katastrophenmedizin) [6].

Da stellt sich also eine neue Frage:

Wenn der Grund für den Kollaps einiger Spitäler deren chronische Überlastung mit der derzeitigen Panikmache sind, wie können wir dann letztere eindämmen?

Z. B. ist es hilfreich, die Daten über die mit Covid-19 verzeichneten Todesfälle etwas genauer anzuschauen. Nicht nur Laien, die auf die sensationsgeilen Medien angewiesen sind, gehen der Spur der Angst auf den Leim, selbst die Experten neigen dazu. Es ist völlig verständlich, dass ein Virologe durch seine Brillen vor allem Viren sieht. Hinter jedem Toten mit Covid-19-Befund sieht daher der Virologe ein Virusopfer. Was den Bericht vom Italienischen Gesundheitsamt so wertvoll macht, sind zwei Dinge: 1. Zeigt er, wie tragisch das bisher schlimmste, realen und dokumentierte Schreckensszenario tatsächlich ist. 2. Werden auch die Vorerkrankungen der Todesopfer aufgeführt. Die ganz grosse Mehrheit der Corona-Toten waren nun eben mal Schwerkranke hohen Alters, um nicht zu sagen, Todgeweihte. Es ist immer schlimm, wenn jemand stirbt, das ist hier nicht das Thema. Die Frage ist, ob durch Covid-19 nun tatsächlich so viel mehr Menschen sterben, als sonst. Im Winter 2015/2016 sind in Italien innert weniger Wochen rund 25’000 Menschen an der saisonalen Grippe gestorben. An SARS-CoV-2 sind es derzeit immer noch weniger als 10’000 Menschen. Ja, das sind viele. Doch rechtfertigen sie die Massnahmen, durch die Menschen letztlich auch gesundheitlich schwer belastet werden? Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass multimorbide (mehrfacherkrankte) Patienten ganz grundsätzlich mit dem höheren Risiko leben, an Krankheiten zu sterben, sei es Covid-19, eine saisonale Grippe, ein grippaler Infekt oder ein Bakterium, eine emotionale Belastung, schlechte Luft, usw. Hier die Zahlen der Covid-19-Toten von Italien, dem Land, dass nun als Schreckensbeispiel vorgehalten wird: Bericht zu den Sterbezahlen vom Italienischen Gesundheitsamt [7].

Die Frage ist also nicht, ob wir uns mit dem Virus anstecken, sondern wie wir darauf reagieren!

Alle Welt schaut panisch darauf, wie wir den Coronavirus vermeiden können! Doch noch viel wichtiger: Irgendwann werden die meisten von uns infiziert und dann ist es entscheidend, wie gut wir auf die Symptome vom Covid-19 reagieren. Das ist für das Gesundheitssystem noch viel relevanter. Nur spricht kaum jemand davon. Denn diese Faktoren sind weicher und mit ihnen lässt sich eine Argumentationsschlacht nicht so spektakulär führen.

Viel wichtiger, als die Frage, ob wir unseren Tod vermeiden oder um ein paar Wochen herauszögern können, ist, womit wir die Zeit verbringen, bis wir irgendwann an irgendetwas sterben!

Als Gesundheitswissenschaftler habe ich unzählige Studien durchforstet um herauszufinden, was wir tun können, um möglichst lange gesund, vital und damit widerstandsfähig gegenüber pathogenen Faktoren bleiben zu können. Hier die wichtigsten (übrigens weitgehend unumstrittenen), beeinflussbaren Faktoren: Bewegung (möglichst in der Natur), gute Ernährung (frisch, einfach) und soziale (mental und physisch) Kontakte. Ja, dies gilt auch für den Covid-19, selbst wenn das nun gerade paradox ist, da wir unser Gesundheitssystem entlasten, und die Kurve flach halten müssen.

Welches sind denn nun diese weichen, aber letztlich so entscheidenden Faktoren, mit denen wir besser auf Covid-19 vorbereitet sind?

  • Weniger News, weniger Stress, mehr Leben:
    Weniger News über Covid-19 und dergleichen konsumieren, mehr Lebenszeit für Entspannung, Erholung und Spass einplanen! (Latenter Stress wirkt sich über den Psycho-Neuro-Immunologischen Weg negativ auf das Immunsystem aus)
  • Mit dem Velo zur Arbeit:
    Der wichtigste, beeinflussbare Faktor für eine gesundes, glückliches Leben ist viel Bewegung. Dänischen Studien zufolge ist es z. B. besonders wichtig, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. „Kleiner“ Nebeneffekt: Je mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren, desto weniger Autounfälle können entstehen. „Klein“ ist natürlich relativ: Pro Monat sterben 90’000 Menschen an Autounfällen, mehr als das Zehnfache von SARS-CoV-2 im bisherigen Peak!
  • Parasympathische Aktivierung:
    Das Immunsystem wird zwar durch sympathische Reize stimuliert, baut sich aber nur in der parasympathischen Phase auf! Erholung, tiefe Atmung, guter Schlaf, Meditation und weitere regenerative Aktivitäten. So gerne einige das hätten, dafür gibt es keine Abkürzungen! Nun ja, vielleicht eine: CM. Ein grosser Vorteil der CM liegt darin, dass sie nicht nur das Yang (Sympathikus), sondern auch das Yin (Parasympathikus) effektiv begünstigen kann. Wer mehr über das Yin der Medizin wissen will, der siehe hier: http://www.yinmedizin.ch).

Respekt und Zurückhaltung in Ehren.
Angst aber, hält nicht den Tod auf, sondern das Leben.
Sorgen mindern nicht die Probleme von Morgen,

sondern den Frieden von heute.

Es ist erstaunlich, wie wenig wir hierzulande über die Heilmöglichkeiten von Covid-19 sprechen. Vielleicht auch, weil die konventionelle Medizin da kaum etwas ausrichten kann? Anstatt den Umgang mit Krankheit und Tod zu üben, wird vielmehr versucht, das Unvermeidliche zu vermeiden. Aus diesem Grunde ist es auch so fragwürdig, sämtliche Energie in Impfungen zu stecken. Insgesamt steht kaum ein Dutzend wirksamer Impfungen einer unendlicher Vielfalt von Krankheitserregern entgegen. Dennoch wird auch jetzt vor allem krampfhaft nach einer Impfung gesucht, statt sich zumindest ein wenig dafür zu interessieren, was uns hilft, gestärkt aus einer Krankheit wie dem Covid-19 hervorzugehen. In China und weiteren asiatischen Ländern wurde jedenfalls unlängst eine CM-Taskforce zusammengestellt, die eine Reihe von hochwirksamen Rezepten zur Prävention, Vor- und Nachbehandlung gegen den Coronavirus herausgegeben hat. Seit Anfangs Februar werden in Wuhan, dem Epizentrum von Covid-19 rund 85% der Infizierten mit TCM-Arzneimitteln behandelt. Derzeit verspricht weder die konventionelle Medizin noch TCM eine Heilung von CoVid-19. Was – ausser der zunehmenden Immunität – zu der mittlerweile hohen Heilungsraten [8] in China führt, kann niemand genau sagen, ebenso wenig, wie verlässlich die Zahlen aus China oder sonstwo sind. Allerdings gibt es keinen Grund, nicht das Bestmögliche rauszuholen, sei es mit konventioneller oder traditioneller Medizin.

Selbstverständlich kennen wir bei TCM Aarau die von der Taskforce verwendeten Arzneimittelformeln [9] und schneidern auf dieser Basis für jeden Patienten die passende Formel zu. Sei es für die Prävention oder – falls diese bereits versagt hat – für weitere Stadien der Krankheit und des Lebens :o)

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Im Text verwendete Links:

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Weitere allgemeine Links:

  • Interview (mit vielen aktuellen Daten) mit dem TCM-Arzt Dr. Wu Xia, der in Wuhan an der Front arbeitet

  • Erklärung der Uni Bamberg, warum die Entwicklung und Ausbreitung des Virus dynamisch (nicht linear) verläuft. Dort findet sich auch ein Link zum derzeit genausten Corona-Simulator.

  • Etwas kürzer gefasste Ausführung auf Basis von Modellen der Uni Sydney, u. a. darüber, weshalb es für die erfolgreiche Eindämmung von der Bevölkerung 80% Compliance braucht.

  • Kritischer Bericht von Sven Böttcher über die Verhältnissmässigkeit der Pseudo-Krise angesichts anderer, drastischerer Probleme.

  • Raus aus der Corona-Sackgasse mittels Durchseuchung? – Ein Appell für die geregelte Ansteckung und Immunisierung. (Gastkommentar in der NZZ)

  • Fiebersenken, Ibufen und Paracetamol? – Lieber nicht! Hier wird erklärt der Kinderarzt Dr. Renz-Polster, wieso es nicht klar ist, ob Fiebersenker bei CoVid-19 helfen oder sogar schaden.

  • In einem ZDF-Interview erklärt der Virologe Streeck (Nr. 2 in D), wieso eben nicht so klar ist, ob die Massnahmen gerechtfertigt sind und weshalb auch Virologen zu verschiedenen Meinungen neigen. Ausserdem erklärt er, warum SARS-CoV-2 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch Schmierinfektionen übertragen werden kann.

  • Visualisierungen, Statistiken und Grafiken zum Coronavirus auf public.tableau.com

  • Japanisches Labor zeigt, wie sich Mikrotröpfchen ausbreiten und warum Räume mit Klimaanlagen (Einkaufszentren, Spitäler, geschlossene Minergiesysteme etc.) schlecht abschneiden, das klassische Stosslüften (zwei Fenster für kurzen Durchzug öffnen) hingegen effektiv ist.

  • Phylogenetischer Stammbaum von SARS-CoV-2 und anderen
    Epidemien. Einstellbare Parameter und Filter, wissenschaftlich und grafisch hochwertige Simulation.

  • Der Vorsitzende des israelischen Amtes für Statistik und Wissenschaften Isaac Ben-Israel hat das Wachstum und Rückgang der weltweiten Corona-Fälle analysiert und dabei ein einfaches, aber bisher überall gültiges Muster entdeckt: Die Ausbreitung erreicht weitgehend unabhängig von den getroffenen Massnahmen nach jeweils 40 Tagen ihren Peak und flacht nach jeweils 70 Tagen rapide ab. Artikel. Berechnungen.pdf (hebräisch). Einfache Textübersetzung der Berechnungen (deutsch).

  • Ein der tollsten Sammlungen von eigenen und fremden Artikeln und Quellen zum Corona-Virus liefert der Zeitpunkt. Sogar mit Corona-Datenbank-Überblick (Kurzzusammenfassung und Einleitung zu jedem Link) und Suche.

  • Luftverschmutzung und Covid-19 Erkrankungen korrelieren eindeutig: Artikel zu Studie im The Guardian von DP Carrington.

  • Christian Fiala, Arzt und Wissenschaftler erklärt in einem Interview, warum viele der Massnahmen der österreichischen Regierung, z. B. die Maskenpflicht, übermässig und sogar kontraproduktiv sind.

  • Der Intensivmediziner Tobias Schindler berichtet aus der Praxis, warum es scheinbar nicht gut ist, die Patienten bei niedriger Sauerstoffsättigung an die Beatmungsgeräte zu hängen. Die Beatmungsgeräte verringern offensichtlich sogar die Überlebenschancen! A Priori zur nicht-invasiven Beatmung, z. B. mittels Beatmungshelm oder High-Flow raten mittlerweile auch andere Intensivmediziner.

  • War der amtlich verhängte Lockdown in diesem Masse tatsächlich notwendig? Eine epidemiologische Studie der ETH Zürich (eine der renommiertesten Forschungsinstitute der Welt) zeigt: In der Schweiz ist die Ausbreitung des Coronavirus bereits vor dem Lockdown deutlich zurückgegangen.

  • Patienteninfo zu Covid-19 auf www.tcmaarau.ch

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Links für TCM-Profis

  • Ausnahmsweise frei zugängliche (!) Ausgabe des Lantern (XVII 2), dem australischen Journal für TCM. Natürlich über Covid-19.
    Notabene: Das Lantern ist weltweit eines der angesehensten TCM-Journals. Das ist eine Gelegenheit, mal etwas darin rumzuschnuppern!?

  • Formelsammlung zur Prävention von Covid-19. Von Complemedis AG.
    Hilfreich: Sehr übersichtlich mit Nennung aller Quellen/Chinesischer Ämter und Spitäler.

  • Auszug aus den offiziellen Richtlinien zur Diagnose und Therapie von Covid-19 der Chinesischen Gesundheitsbehörden (übersetzt von Nina Zhao-Seiler, tongentangpraxis.org)
    Hilfreich: Ausführlich differenzierte Krankheitsstadien, Symptome und Muster
  • Sehr ausführlicher Bericht von Prof. Liu Lihong aus vorderster Front von Wuhan über die dortigen Geschehnisse, über das Virus und dessen Charakteristik, Differenzialdiagnose und Epidemiologie, Akupunktur und Chinesische Arzneimittel. Übersetzung von Heiner Frühauf und Brian McMahon.

  • Tabellarischer Vergleich von Formeln und Einzelmitteln sowie weitere Eckdaten und Erklärungen zum Pathomechanismus von Susanne Roubidoux.
    Hilfreich: Kurz, übersichtlich, informativ

  • Zusammenfassung aktueller (25.04.2020) Studien und Handhabung mit CM-Arzneimiteln bei Covid-19 in China von Ines Maria Brüntrup, Verlag Systemische Medizin.

  • Wissenschaftlicher Review IJBS über die Behandlungen von CoVid-19 mit Chinesischer und Konventioneller Medizin. (pdf)
    Hilfreich: Auflistung aller wichtigen allopathischen und chinesischen Arzneien, zahlreiche Quellenverweise sowie Auflistung zu laufenden Studien zu TCM und Covid-19.

  • Wissenschaftliches Review im CJIM der TCM-Klassiker in Bezug auf CoVid-19.


Jan 30 2020

Babys – Die ersten 3 Monate

von Dr. Raphael Hochstrasser

Die ersten 3 Monate nach der Geburt zählen quasi noch zur Schwangerschaft.

Im Laufe der Evolution wurde unser Denkorgan immer grösser. Und durch den aufrechten Gang wurde das Becken schmäler. Damit der Kopf überhaupt noch durch den Geburtskanal passte, musste die Geburt um 3 Monate vorverschoben werden. Daher kommen wir nicht erst nach einem Jahr, sondern schon nach 9 Monaten auf die Welt. Und aus demselben Grund sind übrigens auch die Fontanellen noch offen.

Nicht nur für das Baby, auch für die Mutter kann diese Zeit noch zur Schwangerschaft gezählt werden. Entsprechend wird das sogenannte Wochenbett manchmal als 4. Trimester bezeichnet. Das ist ganz gut so, damit wir nicht vergessen, ihr diese Zeit wirklich zu lassen. In der Regel braucht der Körper rund einen Monat, um sich von den Geburtsstrapazen zu erholen, die Wunden zu heilen, sich auf die neue Situation und auf das Stillen einzugewöhnen usw. Für die komplette Regeneration ad integrum sollten zwei weitere Monate eingerechnet werden.

Wenn dann das Kind so auf dem Bauch der Mutter oder des Vaters liegt, fällt die Vorstellung sowieso leicht, dass es eigentlich noch dort wäre. Viele Mütter haben sich dann schon so an die Nähe gewöhnt, dass es für sie komisch wäre, das Baby nicht bei sich zu tragen.

Jedenfalls sollten in dieser heiligen Zeit die üblichen Erziehungsregeln und Mechanismen aussen vor gelassen werden. Denn das Baby ist noch keine eigenständige Pflanze, sondern eine Art Spross, der noch an der Mutterfrucht hängt. Es ist auch nicht fähig, zu reagieren. Man sollte in dieser Zeit auf jedes Bedürfnis möglichst umgehend, adäquat und bedingungslos eingehen.

Auch die Gedärme der Kleinen sind noch nicht perfekt besiedelt, die Darmflora ist sich noch am aufbauen. Schreit ein Kind während Stunden ununterbrochen trotz allen Künsten der Beruhigungstechnik, leidet es mit hoher Wahrscheinlichkeit (20% aller Kinder) unter den sogenannten 3-Monats-Koliken (die übrigens nach punktgenau 3 Monaten enden). Bei den meisten Babys machen sich die Probleme mit der Verdauung zumindest in einer milderen Formen bemerkbar. Dennoch konnte bisher bei Untersuchungen kein Enzym oder Bakterium gefunden werden, das für die Verdauungsprobleme verantwortlich ist. Vielmehr scheint es die Luft zu sein, die beim Schreien eingeatmet wird, und die Blähungen bzw. die Schmerzen verursacht. Und das Schreien wiederum, ist natürlich. Gemäss Remo Largo, dem Babyversteher unserer Zeit, kommt das von der intensiven Gehirnentwicklung in dieser Zeit.

Je mehr ein Baby Hand-Mund-Aktivität und wache Blicke zeigt, plaudert und einen regelmässigen Wach-Schlaf-Rhythmus eingeht, desto höher liegen die Chancen, dass es nach den ersten drei Monaten deutlich weniger schreit.

Die Diät der Mutter („auf Zwiebeln und Kohl verzichten“ und dergleichen) scheint jedoch keinerlei objektiv feststellbare Auswirkungen auf das Schreiverhalten von Babys zu haben! Wodurch es sich hingegen nachweislich beinflussen lässt, ist die Tragezeit. Der ständige Körperkontakt sowie regelmässige, rhythmische Bewegungen scheinen eine beruhigende Wirkung auf verschiedene Systeme der Babys zu haben. Kurzum: Babys sind Traglinge!

Mehr über das Thema Schwangerschaft und Geburt gibt’s hier.


Dez 14 2018

Organuhr und Dojo-Zeiten

von Dr. Raphael Hochstrasser

Organuhr

Das Qi fliesst in einem bestimmten Zyklus durch die Organe bzw. deren Leitbahnen. Jeder der 12 Funktionskreise hat dadurch einmal im Tag während zwei Stunden seine maximale und seine minimale Zeit:

3-5 Uhr Lungen 
Häufigere Anfälle von Störungen mit Lungen-Fülle-Mustern, z. B. Asthma. Gute Zeit für Pranayama-Praxis.
Blasen Minimum
Nykturie bei Blasen-Schwäche.

5-7 Uhr Dickdarm
Gute Zeit zum Gaggelen. Gute Yáng-Zeit, viel Testosteron. Jetzt Chindli machen!
Nieren Minimum: Verstärkte Symptome bei Nierenkrankheiten oder alten Menschen (da diese gemäss CM weniger Ni-Jing besitzen).

7-9 Uhr Magen 
Gute Zeit für die Nahrungsaufnahme (Porridge :o) und um Tee zu trinken.
Perikard Minimum: Erhöhte Infarktgefahr (durch verminderten Perikad-Schutz)

9-11 Uhr Milz
Gute Zeit um zu verdauen
San Jiao Minimum: die Verdauung freut sich besonders über leichte, warme und bekömmliche Speisen.

11-13 Uhr Herz 
Gute Zeit für ein geselliges und besonnenes Essen 
Gallenblase Minimum: Allzuviel geplappert und aggressive Diskussionen beim Essen vermeiden!

13-15 Uhr Dünndarm 
& Leber Minimum: Gute Zeit für ein Verdauungsschläfchen. Das Blut weil nun eh im Pfortadersystem der Leber.

15-17 Uhr Blasen 
Gute Zeit für Aktivität …
Lungen Minimum: … im Freien.

17-19 Uhr Nieren 
Dickdarm Minimum: Gute Zeit für Kraftsuppen.

19-21 Uhr Perikard
Magen Minimum

21-23 Uhr San Jiao 
Milz Minimum: Auch bei Fressatacken keine grosse Mahlzeiten mehr!

23-1 Uhr Gallenblasen 
Typische Zeit für Gallenkoliken.
Herz Minimum: Spätestens jetzt Schlafen gehen, damit sich das Haus des Shén schön erholen kann.

1-3 Uhr Leber
Nachtarbeiter finden diese Uhrzeit besonders kreativ. Aber eigentlich liefert die Leber für den Ladevorgang!  Schlaf ist jetzt besonders erholsam, Aktivitäten sind besonders zehrend.
Dünndarm Minimum: Der möchte jetzt gerne Pausieren. Tagsüber räumt er gerne nach Shen-Aktivitäten auf. Er putzt quasi die Wandtafel nach den Ideenergüssen. Wer aber jetzt noch viel rumhirnt, wird den Geist nicht richtig leeren können.

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Dojo-Zeiten

Die *Dojo-Zeiten entsprechen dem Wandlungs-Element Erde, welches gemäss Jahreszeitenzuordnung zwischen jeweils zwei Saisonzeiten liegt.

Frühling = Holz
*Dojozeit im Spätfrühling: 27. April – 14. Mai

Sommer = Feuer
*Dojozeit im Spätsommer: 26. Juli – 12. August

Herbst = Metall
*Dojozeit im Spätherbst: 24. Oktober – 10. November

Winter = Wasser
*Dojozeit im Spätwinter: 22. Januar bis 8. Februar

Im Sinne des Wandlung-Elementes Erde eignet sich diese Zeit besonders gut, um die Verdauung zu pflegen. Die beste Dojo-Zeit ist jene im Spätfrühling, dann empfiehlt sich Schonkost durch allgemeine Reduktion und Vereinfachung der Nahrungsmittel sowie erhöhte Einnahme von Tees. Auf Alkohol, Kaffee, Zucker, Weissmehl und Milch sollte nun ganz verzichtet werden. Statt zu Fasten, empfehlen wir übrigens eine therapeutisch begleitete Reiskur. 


Feb 25 2018

Die 5 Geheimnisse der Handwerkskunst

von Dr. Raphael Hochstrasser

Ein Freund wünschte sich neulich von mir die Essenzen der Handwerkskunst, zusammengefasst in 5 Punkten. Es war auf dem Dach eines Riads in Marokko, und ein Jake war noch anwesend, der – genau wie ich – einst Polymechaniker lernte und jetzt in einem darauf aufbauenden Beruf tätig war. Mit ihm zusammen habe ich die 5 unten aufgelisteten Punkte erarbeitetet. Es sind unserer Ansicht nach die Essenzen bei der Arbeit der Handwerkskünste:

1 – DIE BESTEN WERKZEUGE
Beschaffe Dir die bestmöglichsten, passenden und qualitativ hochwertigsten Werkzeuge, die für Dich erschwinglich sind. (Dieser Punkt ist eindeutig der wichtigste und erste!)

2 – GUTE VORBEREITUNG
– Arbeitsplatz einrichten: bequem, sicher
– Werkzeuge & Material auslegen (Nimm Dir diese Zeit um eine Übersicht zu Gewinnen und damit auch ein Gefühl! In der Montage erkennst Du so mit der Zeit schon im Vorneherein, ob’s aufgeht, ob was fehlt, wie Du die Arbeit aufteilst, etc.)

3 – GLEICHMÄSSIG
lieber ruhig, sauber, genau und stetig als in einem Gjufel und „effizient“. (In den meisten Handwerkskünsten zahlt man unter dem Strich für „Effizienz“ und Fehler mehr Zeit als für bedachtes, exaktes, gemächliches und beständiges Vorgehen)

4 – SPÜREN & HÖREN
Erfahre die Materialien, z. B. in dem Du sie von mit einer Handfeile bearbeitest und ein Gefühl dafür gewinnst. Klopfe dazu die Materialien ab, bewege die Konstruktionen, rüttle an den Verbindungen und lass die Maschinen laufen. (Als Velomech konnte ich rund 70% der Diagnosen übers Hören stellen, mit dem Fühlen kamen mindestens nochmals gut 50% dazu; natürlich gab es Überschneidungen :o)

5 – TEILE DIE MISSION
Falls Du in einem Team arbeitest oder eines anleitest, teile Deine Mission! (Die fähigen Mitarbeiter wissen das zu schätzen, fühlen sich motiviert und Du brauchst ihnen nicht jedes Detail im Einzeln zu erklären.)

 


Okt 6 2017

Vitalpilz

von Dr. Raphael Hochstrasser

Vitalpilze sind in aller Munde und Mägen. Die kleinen Hutträger aus Wald und Wiese warten mit Tausenden von Wirkstoffen auf, an denen sich Gesundheitsberater und Medien nur so vertun. In diese Kerbe wollen wir nicht auch noch schlagen. Wir konzentrieren uns lieber auf jene Wirkungen, die sich in der Praxis als relevant erwiesen haben.
(An dieser Stelle ein Dankeschön an unseren Pilzmeister Samuel Durrer!).

Dieser Eintrag richtet sich an Fachpersonen der CM. Wer sich mit Vitalpilzen aufpeppen möchte, sollte dies nämlich in Abstimmung mit seinem Muster gemäss CM tun. Natürlich helfen wir Dir gerne bei der Erstellung einer Musterdiagnose sowie bei der Wahl der entsprechenden Vitalpilze!

In der CM werden Pilze übrigens hauptsächlich zur konstitutionellen und adjuvanten, also zur längerfristigen Therapie eingesetzt. Dementsprechend liegen die wichtigsten Behandlungsfelder im Bereich des Immunsystems, bei Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen, bei Stoffwechselstörungen, bei neurologischen Ungleichgewichten sowie bei verschiedenen chronisch-systemischen Erkrankungen.

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Polyporus, Zhu LingEichhase
Blase, Augen
Blase
-Lin/FH, diuretisch, Ödeme, Miktion, Haarwachstum, angeborenes Immunsystem (antioxidativ).
CM: Mi, Ni, Bl, F im UJ, Bl-Lin, ähnlich diuretisch wie Fu Ling aber stärker
Kombo: + Coriolus für akute Cystitis
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Cordyceps, Dong Chong Xia CaoCordyceps Mycelia 
Leistung, Lu-Qi
Leistung
(Sex, Sport, Stressadaption), Atmung, Dyspnoe, Asthma (verbessert die Sauerstoffaufnahme, ist aber nicht auf der Dopingliste), Fertilität (Testosteron, Sperma), Anti-Aging, Burn-Out (Stressreduktion, Shen/Qi, Yin +), Zellschutz (antioxidativ), virale Infekte, Shen (Depr/Erschöpfung/Stress/Angst, Dopamin), Sport-Regeneration, Haarausfall (durch Schock)
CM: Lu-Yin, Ni-Yang-Rücken, Lu-Qi/Schleim-Atmung/Lu-Qi, Wei-Qi, Ni-Jing-Sex, Ming-Men, Shen, Tumorerkrankungen, Hyperlipidämie und Hypertonie, Ni-Wasserfunktionen
Cave: Kontraindiziert bei Herzrasen, innerer Unruhe, schnell aufsteigendem Yáng, Einnahme von Mao-Hemmern oder Immunsuppressiva. Einnahme morgens und mittags (um Schlaf nicht zu beeinträchtigen)
Kombo: + Coriolus bei Kinderwunsch und zur Regeneration nach Sport
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Pleurotus ostreatus, Austernpilz, Ping Gu
Gewichtsreduktion
Blutfette senken, vor freien Radikalen schützen, Gewichtsreduktion
CM: Le, Mi, Ma
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Shiitake, Xiang Gu, Shain Gu Gu, Pasaniapilz, Hua Gu
Gelenke, antimikrobiell
Qi+, Rheuma, Gelenke (Minerale/Vitamine), akute Grippe, Gicht, Osteoporose, Fettstoffwechsel, Infekte/Schleimhaut (antimikrobiell), Immunsys (chron. Infekte), Kopfsz.
CM: Mi, Ma, Lu, Ni
Kombo: + Auricularia zum Aufbau des Blutes, + ABM + Coriolus bei Grippe, + ABM für den Darm
 –
ABM, Ji Song ErAgaricus blazei Murrill, Sonnenpilz, Ji Song Rong
Allergien, Immunsystem
Allergien
(Histamin/Immunglobulin reg.), Immunsystem (Intensivgabe um Schwäche auzufbauen, Zytokine, Phagozyten), entgiftend, bei Lebensmittelunverträglichkeiten, Haut (keimstoppend, z. B. Akne, Psoriasis), Diabetes (Insulinsensitivät), gegen NW der Krebstherapie
CM: Mi, Ma, Dü, Di, Wei-Qi
Kombo: + Vit. C (z. B. durch Gou Ji Zi oder Sanddorn), Einnahmedauer: max. 3 Monate
 –
Mu ErAuriculairia polytricha, Judasohr
Blut regulieren/bewegen, Augen
Blut regulierend
(Ohrenleiden, Blutdruck, Tinnitus, Thrombose, Infarkt, Arteriosklerose, Durchblutung), Augenentzündung, Schleimhaut, Immunsystem stärken
CM: Ma, Le, Di, Blut-bewegend, Yin schützend
Kombo: + ABM bei Augenbeschwerden, Darm/Haut, + Rei Shi fürs Herz, + Liposmales Kurkuma bei Venenentzündungen
Cave: Kontraindiziert in FrühSS

Cave: Blut verdünnende Mittel (Als weniger schädliche Alternative von Aspirin C: 1,2 g entsprechen 100 mg Aspirin)
 –
Champignon, Yang GuMo Gu
Leber, Wundheilung, Blutfettwerte, hormonabhängige Brustkrebsarten (Kombo: Coprinius)
CM: Mi, Ma, Lu, Di, Dü
 –
Coprinus, Ji Tui GuCoprinus camatus, Schopftintiling
Diabetes, Verdauung
Diabetes
(Blutfettwert senken), Durchblutung (Arteriesklerose), Obstipation, Verdauung/Stoffwechsel (Lektine->Zellteilung, Proteinbiosynthese, Agglutination), Angstzuständen, Hormonabhängige Krebsformen
CM: Mi, Ma, Lu, Le, Ni, Yin+
Kombo: + Rei Shi & Hericium bei Angst
+ ABM Diabetes Typ I
+ Maitake Diabetes Typ II
Cave: Nicht mit Alk kombinieren!
 –
Rei Shi, Ling ZhiGanoderma, Lackporling
Herz, Kreislauf
Herz, Kreislauf, Shen, Immunsys. (Aufbau), Konstitution (äusserlich: Haut), multifunktional (400 Wirkstoffe, antibiotisch, hepatoprotektiv, antidiabetisch, analgetisch, antiasthmatisch, hustenstillend, BD, Allergien, Haut, Strahlenschutz (während Radiotherapien) usw. …)
CM: Lu, He, Le, Qi+, Xue+, Lu-Schleim
Für Shen-beruhigende Wirkung (Schlaf, etc.) eher pulverisierte Rohdroge verwenden als das reine Extrakt.
Kombo: + Vit. C generell empfohlen für bessere Wirkung
 –
Coriolus, Yun Zhi (Enoki = ähnliche Wirkung)
Antibiotisch, CFS, Borreliose, Mononukleose
NW Chemo/Radiotherapie, Immunmodulation (Allergien, Infektionen, antibiotisch) va Akutphase, CFS, Borreliose, Mononukleose, Candida. , HPV, Autoimmunerkrg., obere Atemwege und NNH (Schleim, Stippchen, etc.)
CM: Schleim/Feuchte, FH, Wei-Qi, Zheng-Qi, Zhong-Qi
Kombo: + Vit. D3 + Folsäure bei Cervixdysplasie
 –
Hericium, Hou Tou Gu Hericium erinaceus, Affenkopfpilz
Shen, Ängste, MS, Magen-Darm, Entzündungen
Shen
(Ängste, Schlaf, Unruhe, Burn-Out, Depression), Nervenkostüm, Neurodegeneration (Alzheimer, Parkinson, MS), Magen-Darm (latente Entzündungen/Schleimhaut), Immunsystem (T- & B-Lymphozyten), Heliobacter
CM: Alle Leitbahnen, besonders Mi, Ma, Le, Ni, Hitze zerstreuend
 –
Maitake, Wu Er, Grifola, Klapperschwamm, Hui Shu Hua
Diabetes
Immunsystem (Grifolan->Makrophagen, antiviral), antidiabetisch (Glukosetoleranz erhöhend ohne Insulin zu erhöhend, Blutzucker senken, Fettstoffwechsel, entgiftend), Osteporose (Vit. D-Vorstufe/Ergosterin), Blutdruck senken (RAS reg.), auch bei Diabetes-Gefährdung oder Schwangerschaftsdiabetes
CM: Mi, Ma, Ni, Le, Feuchte, Wei-Qi
Kombos: + Vit. C generell, + Coprinus bei Diabetes

.

.

Dosierung: Täglich 1-3 g Extrakt oder 3-5 g Pulver während 1-3 Monaten, bei Kombos Total 3-6 g
Pilze sind evolutionsgeschichtlich näher mit Tieren verwandt als mit Pflanzen. Durch diese Ähnlichkeit weisen sie für uns Menschen einerseits eine hohe Bioverfügbarkeit auf, andererseits verhindert ihr Chitinpanzer, dass die darin gebundenen Polysaccharide herausgelöst und verwertet werden können.
Daher sollte neben dem reinen, möglichst fein pulverisierten Pilzmaterial auch das pulverförmige Extrakt („Granulat“) in Betracht gezogen werden. Für dieses werden die Ausgangsstoffe gekocht, extrahiert und auf Trägersubstanzen aufgesprüht. Durch das Extraktionsverfahren sollen die  Polysaccharide verfügbarer sein.

.

Galenik (Orginaltext von Complemedis)
Extrakte
Durch Heisswasserextraktion wird aus den Pilzen ein hoher Anteil an Inhaltsstoffen, insbesondere Polysaccharide, gelöst. Der Polysaccharidgehalt kann standardisiert werden. Zudem weisen Extrakte eine sehr hohe Bioverfügbarkeit auf, d.h. der Körper kann die bei der Extraktion aus dem Pulver gelösten Inhaltsstoffe optimal aufnehmen.
Pulver (1:1)
Hierbei handelt es sich um feinst gemahlene getrocknete Pilze. Aufgrund des schonenden Herstellprozesses weisen gewisse Pilze unter Umständen ein breiteres Spektrum an Inhaltsstoffen auf als Extrakte. Pulver werden in der Regel höher dosiert als Extrakte.
Granulate
Bei den Granulaten wird das Extrakt auf einen Trägerstoff (meist Maisstärke) aufgesprüht. Dadurch erhält das Produkt bessere Fliesseigenschaften als Pulver, was vor allem für eine anschliessende Tablettierung von Vorteil ist. Zudem verfügen die Hersteller der Granulate über jahrzehntelange Erfahrung und haben ihre Herstellprozesse zur schonenden Wirkstoffextraktion entsprechend perfektioniert.

Bezugsquellen

www.complemedis.ch (Für registrierte CM-Profis)
www.gfvs.ch/vitalpilze/ (Gute Wissensquelle)
www.vitalpilze.ch/ (Günstige Bezugsquelle, KK-Rückerstattung muss aber vorher abgeklärt werden)
www.mykoplan.ch/ (Bio, gute Qualität, Pulver und Extrakt gemischt, nur in Kapsel, KK-Rückerstattung muss vorher abgeklärt werden)


Jan 28 2016

Publikationen Qì-Forschung

von Dr. Raphael Hochstrasser

Studien über das therapeutische Qì

 

1. Präsentation und Validierung der Vorrichtungen, um Akupunkturnadeln zwecks Verblindung bzw. Standardisierung zu insertieren und fixieren:

Hochstrasser RJ, Endler PC, Klein SD: Introduction of two novel devices for investigating the influence of non-mechanical components such as therapeutic qi in acupuncture. Journal of Integrated Medicine, 2013
[online open access] [pdf] [pubmed]

 

2. Die subjektive Wahrnehmung des therapeutischen Qi bei der Akupunktur:

Hochstrasser RJ, Endler PC, Klein SD: Perception of Therapeutic Qi, a Nonmechanical, Nonpsychological Factor in Acupuncture That Originates from the Therapist. Journal of Acupuncture and Meridian Studies, 2014
[online open access] [pdf] [pubmed]

 

3. HRV und das therapeutische Qi bei der Akupunktur:

Hochstrasser RJ, Endler PC, Klein SD: Einfluss des therapeutischen Qi auf die Herzratenvariabilität bei Akupunktur: Eine randomisierte kontrollierte Studie. Forschende Komplementärmedizin, 2015
[online open access] [pdf] [pubmed]

Zusammenfassung und Interview:

Hochstrasser RJ: Auf der Suche nach dem Qi. Zusammenfassung der Forschungsarbeit von RJH und Interview zum Studiengang am Interuniversitären Kolleg, Seggau, Graz. Yin Yang Journal, Verbandszeitschrift der SBO-TCM, Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin, März 2016, S48-50.
[pdf]


Feb 19 2014

Efficacy vs. Effectiveness

von Dr. Raphael Hochstrasser

Selbst in ansonsten soliden Lehrbüchern existieren beim direkten Vergleich dieser beiden Begriffe viele Widersprüchlichkeiten.

Das liegt u. a. daran, dass sie nicht direkt ins Deutsche übersetzt werden können. Ich habe mir daher eine Eselsbrücke zurechtgelegt:

Efficacy = Wirksamkeit im Sinne der “Funktion“/es funktioniert: Es existiert eine Kausalität zwischen Ursache und Wirkung (z. B. wenn mit Homöopathie in vitro das Wachstum von Weizenkörnern nachweislich positiv oder negativ beeinflusst werden kann)

Effectiveness = Wirksamkeit im Sinne einer “Funktionalität“/es ist funktional: Es bringt einen praktischen Nutzen (z. B. wenn mit Homöopathie in einer Anwendungsstudie mit echten Patienten das allgemeine Wohlbefinden um 30% gesteigert werden kann)

? Wieso kann man nicht einfach zwischen Wirkung (efficacy) und Wirksamkeit (effectiveness) unterscheiden?
–> Weil sich die Begriffe „efficacy“ und „effectiveness“ eher auf die Wirksamkeit (Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung) beziehen, als nur auf die Wirkung. Wirkung würde dem Begriff „effect“ entsprechen. Es geht bei „efficacy“ und „effectiveness“ also eher (!) darum, ob es funktioniert, als bloss, ob es irgend einen Effekt (eine Wirkung) gibt.

? Könnte man also einfach zwischen experimenteller (efficacy) und klinischer (effectiveness) Wirksamkeit unterscheiden?
–> Für das Lesen wissenschaftlicher Arbeiten reicht diese kontextierte Differenzierung aus. Als Autor, also bei der Verwendung dieser Begriffe, sollte man sich darüber hinaus die transkriptive Differenzierung (Wirksamkeit im Sinne von Funktion/Funktionalität) vor Augen halten.


Dez 11 2013

Endnote Tipps

von Dr. Raphael Hochstrasser

Es grenzt an Wahnsinn und vor allem ist es reine Zeitverschwendung, auch nur schon eine einzige wissenschaftliche Arbeit ohne Zitier-Software zu verfassen! Also, je früher man damit beginnt, desto mehr Zeit spart man. Die gängigsten Programme sind  BibTeX, Endnote, Reference Manager und Zotero. Endnote kostet zwar ein Sümmchen, läuft aber zuverlässig und bietet wohl die umfangreichsten Funktionen. Wer schon Stunden, ach was, Wochen am PC für sinnloses Gebastel verbraten hat, weiss das Geld gut investiert. Am Anfang scheint Endnote aber trotzdem kompliziert und ausserdem muss man das Programm mit den richtigen Daten füttern…

 

Endnote füttern…

Nach der Installation von Endnote erscheint im Word (Windows) ein eigener Endnote-Tab in der Kopfleiste. Um eine Quellenangabe einzufügen dort drauf klicken und dann auf „Insert Citation“. Je nach vorgewähltem Stil wird nun an der Stelle des Cursors ein Querverweis und am Ende des Dokumentes ein Literaturverzeichnis angelegt. Beim ersten Öffnen von Endnote ist allerdings noch gar nichts drin, dass zitiert werden könnte, denn Endnote muss zuerst mal mit Quellenangaben gefüttert werden, z. B. mit…

…mit Quellenangaben zu medizinischen Studien und Reviews
Endnote öffnen, bei My Library, Online Search, more… pubmed hinzufügen.
Für die Suche nun bei My Library Online Search auf pubmed klicken, und ein Keyword in die Suchmaske unten rechts eintragen (z. B. : Title Contains „therapeutic qi“). Ev. die Suche mit einem weiteren Suchbegriff eingrenzen, z. B. Year Contains „2013“ und nun aus den Suchresultaten die gewünschte Publikation bzw. Quellenangabe auswählen und per Drag & Drop in ein eigenes Archiv von My Library ziehen. In My Library kannst Du übrigens auch Deine eigenen Verzeichnisse, nach Themen (z. B. Medizin, Soziologie) oder Projekten (z. B. Masterthesis, Diss) anlegen, indem Du auf die rechte Maustaste  und auf „new folder“ klickst. Nachdem eine Publikation bzw. Quellenangabe gewählt und ins eigene Archiv geschoben wurde, am besten jeweils gleich die überschüssigen Suchresultate entfernen, indem Du auf das Archiv „unifiled“ klickst, CTRL+A und schliesslich Löschen/Delete drückst.

…mit Quellenangaben zu Büchern
Der GBV (Gemeinsamer Bibiliothekenverbund) stellt eine Schnittstelle für Endnote zur Verfügung, über welche wir die Daten zu deutscher Literatur importieren können: GBV. Dieses File downloaden, entzippen und in den Programmordner C:/Programme… /Endnote X5/Connections kopieren.
Endnote öffnen, bei My Library, Online Search, more… GBV öffnen.
Wenn Du’s richtig gemacht hast, kannst Du z. B. mal nach „Der alte Mann und das Meer“ suchen, indem Du auf GBV (siehe bei …Büchern) klickst und in der Suchmaske unten rechts die Suche Title Contains: „Der alte Mann und das Meer“ einträgst. Es werden rund 100 Suchresultate ausgegeben. Wähle einen passenden Eintrag und ziehe ihn per Drag & Drop in ein eigenes Archiv von My Library. Nun steht diese Quellenangabe zur Verfügung und kann z. B. über Word per Endnote-Menu „Insert Citation“ eingefügt werden.

 

Styles

Es können verschiedene Stile (Styles) von Zitierweisen und Darstellung des Quellenverzeichnises gewählt werden. Endnote bietet vorinstallierte Styles, die selber angepasst werden können. Es können aber auch von Journal vorbereitete Styles importiert werden:

Stil importieren (z. B. von einem Journal)
Das *.ens File von der Journal-website oder von http://endnote.com//downloads/styles runterladen und in den Ordner C:/Programme… /Endnote X5/Styles kopieren. Von dort aus per Doppelklick starten oder Endnote starten und den neuen Style im Outputstyle (Scrolldownmenu) wählen.

Eigener Stil definieren
Edit, Output Styles, Edit “…” Style anpassen und Save As….


Okt 12 2013

Geschützt: Publikationen Doktoranden Interuni

von Dr. Raphael Hochstrasser

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Mai 19 2013

Pin Yin – Ausprache, Betonung und Tastaturlayout für Akzente – Pīn Yīn

von Dr. Raphael Hochstrasser

Einleitend…
Die Chinesischen Sprache verfügt über eine beschränkte Anzahl von Silben, ca. 500. Wörter können zwar auch als mehr als einer Silbe bestehen, dennoch sind die meisten Wörter dadurch immer noch mit mehreren Bedeutungen besetzt. So kommen z. B. der sehr häufig gesprochenen Silbe „Shi“ rund 50 verschiedene Bedeutungen zu. Immerhin gibt es für fast jede Bedeutung eine anderes Chinesisches Schriftzeichen. Und obwohl fünf verschiedene Silben-Betonungen eine weitere Differenzierungsmöglichkeit bieten würden, müssen sich selbst Chinesen zur besseren Verständigung oftmals durch das Aufzeichnen von Schriftzeichen mit den Fingern auf der Handfläche behelfen. Das ist nämlich noch nicht alles! Abgesehen von den einzelnen Silben, können auch Wörter aus mehreren Silben, so wie Sätze oder Satzteile, z. B. bei Fragen oder Befehlen, speziell betont werden. Und wie das ganze dann rauskommt, wenn es gesungen wird… tja, da verwundert es wenig, wenn der Chinesische Gesang in den einfältigen, westlichen Ohren manchmal etwas komisch anmutet ;o). Ich kann mir auch denken, dass ausgeprägte Sinn für die Betonungen in der Sprache mitunter ein Grund für die hohe Beliebtheit von Karoke in der fernöstlichen Kultur ist.

Pīn Yīn und Aussprache von Chinesisch:
Wenn wir Chinesisch mit den Buchstaben unseres arabischen Alphabetes schreiben wollen, können wir dies in der offiziellen Umlautschrift tun, dem sogenannten Pīn Yīn. Es existieren noch weitere Umlautschriften, dann wird z. B. aus „Qì“ ein „Chi“, „t’chi“ oder ein „Tschi“, doch davon rate ich ab, die Sache ist schon vielfältig und verwirrend genug. Chinesen verwenden ausschliesslich Pīn Yīn als Umlautschrift mit lateinischen Buchstaben. Da eine Tastatur mit 3000 Tasten für 3000 Zeichen etwas doof wäre, tippen auch Chinesen ihren Text per Pīn Yīn in Computer und Handys. Drum wird mittlerweile sogar in den Chinesischen Schulen Pīn Yīn noch vor den Chinesischen Schriftzeichen gelehrt und gelernt. Jetzt noch ein meeega hilfreicher Tipp für die wenigstens einigermassen treffende Aussprache von Chinesisch: Die offizielle Umlautschrift, Pīn Yīn, lehnt sich nicht an die deutsche, sondern an die englische Sprache an. Fēng Shŭi wird also z. B. nicht als „Fäng Schui“ ausgesprochen, sondern eher wie „Fong Schuäi“. Pīn Yīn also einfach so lesen, als wäre es Englisch, dann liegst Du schon mal viel näher an der richtigen Aussprache!

Die 5 Betonungen/Akzentuierungen
Und wenigstens zwischen den fünf Betonungen unterscheiden zu können, können auch der Pīn Yīn akzentuiert werden. Dann wird z. B. aus „Shi“ entweder „Shí“ (ansteigender Ton), „Shī“ (hoher, gleichbleibender Ton), „Shĭ“ (sinkend-steigender Ton), „Shì“ (absteigender Ton) oder „Shi“ (keine Betonung). Das „Fēng“ von Fēng Shŭi wird also als hohe, gleichbleibende Silbe ausgesprochen, etwa wie bei einem langen Gebet in der Kirche, oder ähnlich einem kurzen Gongklang: „Fongh!“. Bei „Shŭi“ geht der Ton zunächst rauf, dann wieder runter, etwa so: „Schuääii“, ähnlich dem Quacken einer Kröte. Aussprache von Fēng Shŭi anhören.

Hier im Blog verwende ich die Akzuentierung wenig, weil dadurch die Internetsuche eingeschränkt werden könnte. Z. B. unter dem Suchbegriff „Qi“, das korrekterweise eigentlich als „Qì“ geschrieben würde. Für Dokumente die gedruckt werden oder für andere seriöse Arbeiten macht die Akzentuierung jedoch Sinn.

Tastenbelegung für Akzente
Wer viel schreibt, wird Gefallen finden an meiner Tastaturlayout-Ergänzung für die Pīn Yīn Akzuentierung. Ich habe die vier Tasten rechts von der 8 damit besetzt, also: 90’^. Die sind sich auf dem Schweizer Tastaturlayout sehr einfach zu merken, da sie in der Regel mit )=´` beschriftet sind, was etwa ˘ˉ´` entspricht. Für ein ē wird z. B. gleichzeitig AltGr + 9 gedrückt, losgelassen und dann e gedrückt. Für ein ò wird AltGr+^ und dann o gedrückt, etc. Ich habe die Zeichen ăāáàěēéèĭīíìŏōóòŭūúùÁÀÍÌÓÒÚÙ hinterlegt. Damit sie angezeigt werden, muss die beutzte Schriftart diese Sonderzeichen enthalten, was bei gebräuchlichen Schriftarten wie Arial, Calibri, Times Roman, u. ä. normal ist.

Download und Installation des Sonderlayouts
Einfach diese Datei –>Keyboardlayout-Pinyin-Tonation downloaden und installieren. Nun kann in der Auswahl für das Tastaturlayout (meistens unten rechts im Systemtray als Tastatursymbol oder als DEU zu finden) das Layout „Deutsch (Schweiz) Custom-Tastatur“ gewählt werden und damit hat sich’s. Funktioniert unter Windows XP, Vista und Windows 8. Da ich’s auf das Deutsch (Schweizer-) Tastaturlayout zugeschneidert habe, kann ich nicht sagen, wie’s auf einem Deutschen (Deutschland) Tastaturlayout zu passen kommt.

Bitteschön!


Okt 28 2012

Wissenschaftliches Schreiben: Publikation, Masterthesis, Dissertation

von Dr. Raphael Hochstrasser

IMRaD

Ob für ein Fachjournal, eine Masterthesis oder eine Dissertation – naturwissenschaftliche Publikationen werden für gewöhnlich in Form der IMRaD-Struktur dargelegt. Das gilt sowohl für den Volltext, wie auch für die jeweils vorangehende Zusammenfassung, den Abstract.

Introduction – Einführung: Um WAS geht es und WARUM?
Method – Methodik: WANN, WO, WIE wird das untersucht?
Results – Ergebnisse: WAS ist dabei rausgekommen?
and
Discussion – Diskussion: WELCHE Bedeutung hat das?
+ ev. Ausblick: WELCHE Bedeutung KÖNNTE das noch haben?

Tipps zu den einzelnen Elementen

Title: Der Title bildet zusammen mit dem Abstract den wichtigsten Teil der Arbeit. Beides ist nicht nur ausschlaggebend dafür, ob ein Artikel für eine Publikation überhaupt in Betracht gezogen wird, sondern ob er später jemals Beachtung findet und gelesen oder zitiert wird. Eine reelle Chance besteht nur dann, wenn es gelingt, die zentrale Aussage der Arbeit im Titel zu formulieren! Damit kann die Aufmerksamkeit der Leser gewonnen werden.

Wegen den Suchmaschinen muss der Titel relevante und gleichzeitig spezifische (nicht häufig vorkommende) Begriffe enthalten. Überlege Mal, mit welchen spezifischen Suchbegriffen Du nach dem Inhalt einer ähnlichen Arbeit suchen würdest.
Abkürzungen im Title sind ein No-Go.

Abstract: Nochmal: Der Abstract bildet zusammen mit dem Title (siehe auch dort) den wichtigsten Teil der Arbeit. Er enthält die entscheidenden Informationen und Überlegungen, die so kurz und strukturiert wie nur irgendwie möglich, dargelegt werden. Bei Publikationen in Journals beträgt die maximale Länge des Abstracts normalerweise 200-400 Worte.

Introduction: Ca. zwei Absätze (Volltext in Journals), die beschreiben wozu die Arbeit dient, ein abschliessender  Satz, wie dies angestellt wird. Die für die Untersuchung relevanten Grundlagen und der aktuelle Stand der Forschung werden aufgeführt, um mit der Forschungsfrage und Hypothese dort anzuknüpfen.

Methods: Ca. sechs Absätze (Volltext in Journals) die beschreiben, was gemacht wurde. Die Methodik muss nicht nur eindeutig reproduzierbar, sondern auch grundsolide sein, sonst bringt die ganze Arbeit nichts!

Results: Ca. sechs Absätze (Volltext in Journals), die nüchtern beschreiben was gefunden wurde. Keine Interpretation, rein deskriptiv!

Discussion: Ca. sechs Absätze (Volltext in Journals) für die Interpretation der Ergebnisse. Der erste Absatz beschreibt, was gefunden wurde, dazwischen gibt’s Vergleiche mit anderen Arbeiten, der letzte Absatz endet mit einer prägnanten Aussage. Das langweiligste ist: …“weitere Forschungsarbeit erforderlich…“)

Wie ein Dinner
Diese Struktur wird gerne auch mit einem Dinner verglichen, wobei in der Einführung die Menuekarte gezeigt wird, die Methode entspricht dann dem Kochrezept, das Resultat dem fertig zubereiteten Essen und die Diskussion dem Servieren des Essens in Form von mundgerechten Häppchen.

Bei der Beurteilung einer Arbeit geht es in erster Linie um die Wissenschaftlichkeit (Struktur, Sachlichkeit, Plausibilität, Korrektheit, Methodik, Reproduzierbarkeit, etc.), in zweiter Linie um Innovation, Orginalität und Exzellenz. Ob die Hypothese zutrifft oder nicht, sollte (oh Mensch!) für die Beurteilung der Arbeit nebensächlich sein.

Mein wichtigster Erfahrungstipp: Bei der ersten Thesis möglichst einfache und kleine Brötchen backen. Es geht nicht darum die Welt zu verändern, sondern darzulegen, dass man fähig ist, das Meisterstück zu bewerkstelligen.

Die eigentliche Kunst: An den aktuellen Wissensstand anknüpfen

Der grösste Aufwand für Neulinge ist, sich in das Forschungsgebiet, dem die Arbeit zugehört, einzuarbeiten. Es sollte vollständig abgeklappert werden, um eine Übersicht zu gewinnen und den aktuellen Stand des Wissens zu kennen. Die Kunst ist also, den bestehenden Wissensstand aufzugreifen und mit der neuen Arbeit dort anzuknüpfen, was sich insbesondere durch die Zitierungen widerspiegelt. Man kann davon ausgehen, dass die Leser von einschlägigen Journals über den aktuellen Stand der Forschung informiert sind.

 

Vorgehensweise beim Schreiben…

Zuerst das ganze in groben Zügen und aus einem Guss heraus schreiben, ohne Korrekturen und mit allen Unsicherheiten. Erst wenn das Grundgerüst steht, erfolgen die Feinarbeiten. Dabei sollte die wichtigste Aussage jedes Abschnittes in den dessen ersten Satz verfrachtet werden. Direkte und kurze Formulierungen sind selbstverständlich! Ein gutes Text-Analyse-Tool findet sich auf: wortliga.de.

Wenn ein Journal ausgewählt wurde, die ‚instructions for authors‘ herunterladen und die vorformulierten Absätze unter den entsprechenden Formatvorschriften einfügen. Nun nochmals alles im Detail abgleichen. Wegen den vielen Verknüpfungen und unterschiedlichen Anforderungen von Journalen wäre es der helle Wahnsinn, keine Zitersoftware wie z. B. BibTeX, Endnote (Tipps dazu), Reference Manager, Zotero zu verwenden. Keine Diskussionen mit dem Editor anfangen, sondern einfach und schnell auf seine Vorschläge eingehen oder das ganze absagen und ein anderes Journal wählen!


Einteilung der Ressourcen

Wer eine wissenschaftliche Arbeit fertigen will, braucht nicht nur Zeit und Energie zum Schreiben, sondern auch für einige andere Dinge. Ein Überblick…

5-20% Vorbereitung
Forschungsfrage, Abstract (Résumé), Probandeneinverständnis, Gesuch Ethikkommission usw.

20-30% Versuche
Praktische Durchführung der Experimente inkl. Recherche, Rektrutierung, Befragungen, Messung, Protokollierung, Auswertung (ergibt Results) usw.

30-40% Ausführliche schriftliche Arbeit
Einlesen in bestehende, relevante und angrenzende Forschungsarbeiten, ausführliches wissenschaftliches Schreiben, Komplettierung der Arbeit

10-25% Publikation
Journals suchen, anfragen, Publikation schreiben, Formatieren, Peer Review, Publizieren

Was dieser ganze Aufwand mit dem wissenschaftlichen Schreiben einem Komplementärmediziner bringt: Er lernt, Fakten von Interpretationen zu unterscheiden, eine Forschungsarbeit strukturiert und nachvollziehbar darzulegen bzw. zu lesen sowie analytisches Denken bezüglich Methodik, Statistik, Stratifizierung und Operationalisierung.


Nützliche Datenbanken und links für wissenschaftliche Arbeiten: DBs und Fachartikel


Okt 26 2012

Menschlichkeiten

von Dr. Raphael Hochstrasser

Da sind eben ein paar Sterne vom Himmel gefallen, möge ihr Staub die Herzen der Menschen erleuchten!

Lieber ein gut geerdeter Mensch zwischen Himmel und Erde, als ein Scheinheiliger bei den Göttern.

Ich war im Loch, dem ich nun entkroch. Schwindender Schmerz, heilendes Herz :o)

 

Raffa, Oktober 12


Feb 10 2012

Geschützt: Grundlagen CM – Skript

von Dr. Raphael Hochstrasser

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Sep 24 2010

Geschützt: Beach Volleyball Spielerliste

von Dr. Raphael Hochstrasser

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