Sep 24 2010

Geschützt: Beach Volleyball Spielerliste

von Dr. Raphael Hochstrasser

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Sep 13 2010

Komplementärer Ansatz zur Suchtbefreiung

von Dr. Raphael Hochstrasser

Aus der Sicht der TCM entsteht die Sucht durch ein inneres physisches oder psychisches Ungleichgewicht. Suchtmittel übernehmen dabei nicht unbedingt die Rolle der Auslöser, verstärken aber meist das Abhängigkeitsmuster.

Wenn auch nicht etymologisch, lässt sich der Begriff „Sucht“ zumindest semantisch mit „suchen“ vergleichen. Wir alle arbeiten permanent daran, uns im Gleichgewicht zu halten, sei es beispielsweise bezüglich Ruhe und Bewegung, Wärme und Kälte, Ferien und Arbeit oder Geben und Nehmen. Besteht ein grösseres Ungleichgewicht, drängt unser Inneres geradezu nach der, notabene, Suche zum Ausgleich. Ist das Ungleichgewicht dem Bewusstsein verborgen, fällt es selbst oder gerade eben Menschen mit grossem Aktionspotential schwer, die Notwendigkeit der Aufarbeitung zu erkennen. Dies kann dazu führen, dass Suchtmittel durch ihren kurzfristig verbessernden oder ablenkenden Effekt vom eigentlichen Problem, als einzige wirksame Lösung wahrgenommen werden.

Mit der Chinesischen Medizin können wir einerseits der betroffenen Person solche Mechanismen darlegen und sie dazu motivieren, am längerfristigen Lösungsweg zu arbeiten, andererseits, können wir sie auf energetischer, mentaler und physischer Ebene dabei unterstützen wieder ins Gleichgewicht zu finden und das bestehende Abhängigkeitsmuster zu durchbrechen.

Die Massnahmen zur Suchtbefreiung mit TCM sind also z. B. :

– Darlegung des Suchtmechanismus

– Besprechung von Massnahmen zur physischen Entkoppelung (als 1. Schritt)

– Besprechung der zu Grunde liegenden Hauptursache und von Massnahmen zu deren Bewältigung

– Direkte Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit.

– Direkte Bekämpfung von Beschwerden

– Bekämpfung von Nebenwirkungen der Suchtmittel (Toxine, Haltungsschaden…)

– Minderung der Entzugserscheinungen

– Stärkung der Willenskraft und des Durchhaltevermögens


Sep 2 2010

Innere Reise

von Dr. Raphael Hochstrasser

Wer nach aussen schaut, träumt. wer nach innen blickt, erwacht.

C. G. Jung


Aug 15 2010

Shen (Geist / Psyche) in der TCM – Eine Hörsendung

von Dr. Raphael Hochstrasser

Über den Shen (Geist/Psyche) nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin.
Ein Radiointerview in der Sendung Chinaecho auf KanalK.
Moderation: Silvian Fedier
Gast: Raphael Hochstrasser
Sommer 2009

shen tcm Teil 1 von 2

shen tcm Teil 2 von 2


Aug 15 2010

Diätetik / Ernährung nach TCM (Hörsendung)

von Dr. Raphael Hochstrasser

Grundlagen und Umsetzbares über die Ernährung nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin.
Ein Radiointerview in der Sendung Chinaecho auf KanalK.
Moderation: Silvian Fedier
Gast: Raphael Hochstrasser. Sommer 2009

diätetik teil 1 von 2

diätetik teil 2 von 2


Jun 8 2010

Abkürzungen im Behandlungsrapport

von Dr. Raphael Hochstrasser

Im Behandlungsrapport von TCM Aarau häufig benutzte Abkürzungen

K – Kälte
H – Hitze
T – Trockenheit
F – Feuchte
W – Wind
Feuer – Feuer
SommerH – Sommer-Hitze
FH – Feuchte-Hitze
WK – Wind-Kälte

LQS – Le-Qi-Stagnation

OJ – Oberes Jiao
MJ – Mittleres Jiao
UJ – Unteres Jiao

LWS – Lendenwirbelsäule
L1, L2… – Höhe Lendenwirbelfortsatz 1, 2…
BWS – Brustwirbelsäule
HWS – Halswirbelsäule
C1, C2… – Höhe Halswirbel 1, 2…
NNH – Nasennebenhöhle

KSz. – Kopfschmerzen
Sz. – Schmerzen
NRS – Sz-Skala (Numerische Rating Skala 1-10)

P – Pulsqualität
Z – Zungenbild, ZK – Zungenkörper, ZR – Zahnabdrücke, ZS – Zungenspitze, SV – Sublinguale Vene
ZB – Zungenbelag

l. – leicht
s. – sehr
n. – nach
Ø – nicht / kein

D – Diagnose bzw. Musterdiagnose
T – Therapie
St.n. – Status nach
BD – Blutdruck
NLP – Neurolinguistische Programmierung / Affirmation
va. n. – vor allem nach
n.d.l.B. – nach der letzten Behandlung
Emo/Shen – Emotionaler Zustand
BM – bowel movement / Stuhl / Verdauung
TV – Tastbare Verhärtung
nt – next time
m.s.b.B. – meldet sich bei Bedarf

„…“ – Zitat des Patienten

h – Stunde/n
d – Tag/e
w – Woche/n
Mte – Monate
+ – tonisieren
M – Moxa
Ω – Gua Sha


Apr 11 2010

Positive Psychologie

von Dr. Raphael Hochstrasser

Immer noch zu oft berichten Patienten über schlechte Erfahrungen und Schwächung durch psychologische und vor allem psychiatrische Behandlungen. Ich erachte die hartnäckige Suche von Lösungsansätzen auf der Seite der Probleme und Pathologie als Crux der zeitgenössischen Psychologie. Wäre es nicht effizienter und motivierender, die Energie, den Fokus und die Aktivitäten mehrheitlich auf die positive Seite zu legen? Ein Schritt in diese Richtung macht Martin Seligman mit der

Positiven Psychologie,
welcher 6 Tugenden und 24 Charakterstärken zugeordnet werden:

1. Weisheit und Wissen
Kreativität, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen, Weisheit

2. Mut
Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität, Enthusiasmus

3. Menschlichkeit
Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit, soziale Intelligenz

4. Gerechtigkeit
Teamwork, Fairness, Führungsvermögen

5. Mässigung
Vergebensbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht, Selbstregulation

6. Transzendenz
Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Spiritualität

Selbstverständlich ist es mit dem Auflisten alleine nicht getan, aber zur Orientierung, und keinesfalls als Massstab, scheinen diese Werte aber schon mal recht brauchbar. Ganz abgesehen davon fragt sich auch ein wenig, in wie weit der Seligman bei den fünf sogenannten konfuzianischen Tugenden (s. Auflistung unten) abgekuckt hat. Dessen Urheber, Kǒng Fū Zǐ, kam mit dieser Ideen jedenfalls schon etwas früher, nämlich irgendwann zwischen 551 und 479 v. u. Z.

Rén 仁
Menschlichkeit
benevolence
Yì 义
Gerechtigkeit
righteousness
Lǐ 礼
Anständigkeit
propriety
Zhì 智
Weisheit
wisdom
Xìn 信
Treue
fidelity

Apr 3 2010

Grenze zwischen symptomatischer und ganzheitlicher Behandlung.

von Dr. Raphael Hochstrasser

Der Patient bittet die Pannenhilfe, ihm bei einem mehr oder weniger konkreten Problem (Symptom) aus der Patsche zu helfen.

Für uns Therapeuten (Pannenhelfer) stellt sich damit jeweils die Frage, wie weit wir über dieses konkrete Symptom hinaus den Patienten behandeln dürfen. Verlangt der Patient von uns ausdrücklich, dass wir ihm dabei helfen, sich ganzheitlich in den kosmischen Strukturen besser zurecht zu finden, stellt sich diese Frage nicht. Und grundsätzlich ist jede „Pannenhilfe“ ein neuer gemeinsamer Prozess mit dem Patienten. Doch wie weit dürfen wir uns anmassen, den richtigen Weg zu kennen und die Menschen, welche uns um Hilfe in einer spezifischen Angelegenheit (Panne/Symptom) bitten, auf diesen aufzugleisen?

In der TCM kennen wir verschiedene Denkmodelle, die uns bei der Orientierung bzw. Taxierung helfen; Ziel aller Bestrebungen ist die Harmonie in Referenz zu solchen Denkmodellen, wie etwa dem wu xing (5 Phasen). So ist es z. B. ein Leichtes, Dysharmonien der Zang Fu zu erkennen und auszugleichen. Doch dürfen wir tatsächlich bedenkenlos davon ausgehen, dass z. B. ein Feuer-Mensch, auch wenn er eine übermässig rote Zungenspitze aufweist, nicht einfach in dieser Ausprägung weiterleben soll? Selbst wenn er frühzeitig an einem Herzinfarkt sterben wird, können wir nicht sicher sein, dass es ihm in seiner Ausprägung mit etwas erhöhtem Herz- und vielleicht auch Freudenfeuer besser geht, als wenn wir ihn therapieren und seine wu xing wieder in den Ausgleich bringen.

Eine grundlegende Frage, die ich so schnell noch nicht beantworten werden kann. Ich bin gespannt auf Kommentare… :o)

In einer anderen Betrachtungsweise sehe ich uns Therapeuten als Informations-DJs. Vor noch nicht all zu langer Zeit war die Informationsbeschaffung bezüglich Gesundheitsförderung oder Krankheitsbekämpfung ein Hauptproblem für die Menschen. Heutzutage verhält es sich eher umgekehrt; die Flut der Informationen ist überwältigend und durch schlaues Marketing teilweise auch irreführend. Als Therapeuten können wir die individuell relevanten und empirischen Informationen selektieren bzw. optimalerweise gemeinsam mit dem Patienten erarbeiten.


Mrz 28 2010

Soledum ist hochwirksam bei Asthma und COPD

von Dr. Raphael Hochstrasser

Soledum ist hochwirksam bei Asthma und COPD, ‚Raucherlunge‘, Lungenemphysem, usw. Studie der Uni Erlangen Nürnberg. Dyspnoe halbiert, Cortison um 36% reduziert, rezeptfrei, usw.

Soledum bei Asthma und COPD (Artikel aus ‚Bild der Frau 3/2010)

Folgender Artikel wurde (zur Erhaltung) von http://www.heilpflanzen-welt.de/news/200311c-cineol-gegen-asthma.htm übernommen:

Entzündung, Hyperreaktivität, Allergie sowie komplexe Interaktionen mit Umweltfaktoren im Bereich der Atemwege sind die Komponenten der Pathogenese von chronischem Asthma bronchiale (Prävalenz: 4-5% der Bevölkerung). Zu den therapeutischen Optionen bei schwerem Asthma gehört – trotz des Nebenwirkungspotentials – die Dauermedikation mit anti-inflammatorisch wirkenden oralen Kortikosteroiden. Jetzt konnte erstmals gezeigt werden, dass ein hochgereinigtes ätherisches Öl – 1,8-Cineol (Soledum®) – bei diesen Problempatienten hoch signifikante steroidsparende Effekte hat [1]. Diese Befunde eröffnen völlig neue Perspektiven der modernen Asthmatherapie.

Von 1,8-Cineol, einem natürlichen C10-Isoprenpolymer und dem Haupt-Monoterpen in Eukalyptusöl (Eucalyptol), ist aus experimentellen Studien bekannt, dass es u. a. den Arachidonsäure-Metabolismus und die Zytokinproduktion von menschlichen Monozyten supprimieren kann [2], auch jenen von Asthmapatienten [3]. In der, von der Arbeitsgruppe um den Pneumologen Prof. Dr. Uwe R. Juergens, Universität Bonn, vorgelegten Studie [siehe 1] ist nun untersucht worden, ob das bewährte Atemwegstherapeutikum 1,8-Cineol auch bei Asthmapatienten relevante entzündungshemmende Effekte von Prednisolon-äquivalenter Wirkstärke entfalten kann.

Studie
Zu diesem Zweck wurden 32 Patienten mit steroidabhängigem schwerem Asthma bronchiale (5-24 mg Prednisolon/Tag) in die doppelblinde, placebokontrollierte Studie aufgenommen. Nach Einstellung der individuell effektiven Erhaltungsdosis des oralen Steroids während einer zweimonatigen Vorlaufphase erhielten die Patienten über einen Behandlungszeitraum von 12 Wochen entweder 3x täglich 200 mg 1,8-Cineol (Verum) oder Placebo in dünndarmlöslichen Kapseln. Die Dosierung des oralen Glukokortikoids wurde alle drei Wochen in 2,5 mg Schritten reduziert. Die sonstige medikamentöse Begleittherapie mit inhalierbaren Steroiden, Theophyllin, Formoterol oder Ipratropiumbromid wurde mit Ausnahme kurzwirksamer β-Agonisten zur Bronchodilatation (Einnahme ad libitum) unverändert fortgeführt. Das primäre Studienziel bestand in der Evaluation der glukokortikoidsparenden Kapazität von 1,8-Cineol bei schwerem Asthma.

Ergebnisse
Die Patienten tolerierten in der Verumgruppe eine Verringerung der täglichen Prednisolondosis um 36% (Bereich: 2,5-10 mg, im Mittel: 3,75 mg), in der Placebogruppe jedoch nur um 7% (Bereich: 2,5-5 mg, im Mittel: 0,91 mg). Der Unterschied ist statistisch hoch signifikant (p=0,006). Bei 12 der 16 Cineol-, resp. nur vier der 16 Placebo-Patienten war eine signifikante Verringerung der oralen Steroidmedikation (p=0,012) möglich. Andere klinische Effekte der Cineoltherapie im Vergleich zur Placebogabe waren: Signifikanter Erhalt von Lungenfunktion und dynamischen Lungenvolumina und -kapazitäten, kein Anstieg der täglichen Salbutamolverwendung (Placebogruppe: Verdoppelung des Tagesbedarfs), signifikant seltener auftretende Atemnotanfälle. Die Forscher kommen deshalb zu dem Schluss, dass 1,8-Cineol im Rahmen einer systemischen Glukokortikoid-Langzeittherapie einen statistisch signifikanten kortikoidsparenden Effekt bei Patienten mit steroidabhängigem Asthma hat. Dieser erstmalige Beleg der entzündungshemmenden Wirkung von 1,8-Cineol bei Asthma bronchiale unterstützt den rationalen Einsatz des Monoterpens auch bei anderen Erkrankungen der unteren und oberen Atemwege.

Wirkung
Die Vielfalt der therapeutischen Wirkungen von 1,8-Cineol (expektorierend, mukolytisch, bronchodilatativ, antisekretorisch, antiphlogistisch, antioxidativ, antibakteriell, antifungal, analgetisch u.a.) lässt die Vermutung zu, dass das isolierte ätherische Öl – möglicherweise in Folge der Strukturähnlichkeit von Isoprenoiden mit Steroidhormonen, Glukokortikoiden und Tocopherolen – zentrale Schlüsselreaktionen der körpereigenen Entzündungskaskaden regulieren kann [4]. Doch nicht nur die Steroidähnlichkeit könnte die belegten anti-inflammatorischen Effekte erklären, sondern auch ein anti-oxidative Potential von Eukalyptusöl (aggressive Sauerstoffradikale sind zentral an der Entzündungspathogenese beteiligt) [5]. Da die systemische Therapie mit dem ungesättigten Terpen Cineol in dünndarmlöslichen Kapseln gut verträglich ist – und vor allem keine wie auch immer gearteten steroidtypischen Nebenwirkungen entfaltet – könnte der Wirkstoff sowohl als steroidsparendes Add-On bei der Langzeittherapie als auch bei der frühzeitig-präventiven Behandlung von Asthma und anderen chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD) in Frage kommen. Übrigens könnten die belegten antioxidativen und antiphlogistischen Effekte von Cineol, wie neuere Studien [6] nahelegen, auch ulzerösen Läsionen der Magenschleimhaut vorbeugen.

Quellen und Links
Juergens UR, Dethlefsen U, Steinkamp G, Gillissen A, Repges R, Vetter H: Anti-inflammatory activity of 1,8-cineol (eucalyptol) in bronchial asthma: a double-blind placebo-controlled trial. Respir Med. 2003 Mar;97(3):250-6 (Medline).
Juergens UR, Stöber M, Vetter H: Steroidartige Hemmung des monozytären Arachidonsäuremetabolismus und der IL-1ß-Produktion durch 1,8-Cineol. Atemw-Lungenkrkh. 1998; 24(1):3-11.
Juergens UR, Stober M, Schmidt-Schilling L, Kleuver T, Vetter H: Antiinflammatory effects of euclyptol (1,8-cineole) in bronchial asthma: inhibition of arachidonic acid metabolism in human blood monocytes ex vivo. Eur J Med Res. 1998 Sep 17;3(9):407-12 (Medline).
U.R. Juergens, T. Engelen, M. Stober, S. Tasci, K. Rack, H. Vetter. Dept of Pneumology, Med. Outpatient Clinic, Bonn Univ.-Hospital, Bonn, Germany; Dept Internal Medicine II, Bonn Univ.-Hospital, Bonn, Germany; Dept of Pharmacology and Toxicology, University of Bonn, Bonn, Germany: Inhibition of Cytokine Production by 1,8-Cineol (Eucalyptol) in Stimulated Human Lymphocytes and Monocytes In Vitro. Abstract. International Conference of American Lung Association/American Thoracic Society. Seattle, WA, May 21, 2003 (Poster Discussion Session), 16.-21.5.2003.
Grassmann J, Hippeli S, Dornisch K, Rohnert U, Beuscher N, Elstner EF: Antioxidant properties of essential oils. Possible explanations for their anti-inflammatory effects. Arzneimittelforschung. 2000 Feb;50(2):135-9 (Medline).
Santos FA, Rao VS: 1,8-cineol, a food flavoring agent, prevents ethanol-induced gastric injury in rats. Dig Dis Sci. 2001 Feb;46(2):331-7 (Medline).

Mrz 28 2010

Glycyrrhizae – Gan Cao – Süssholz – NZZ Artikel

von Dr. Raphael Hochstrasser

NZZ am Sonntag 21.März 2010 – ‚Guetzli essen statt Pillen schlucken‘ – Lakritze kann bei Dialysepatienten den Kaliumwert im Blut senken, und weiteres über Glycyrrhizae – Gan Cao – Süssholz.

Glycyrrhizae Gan Cao Süssholz Lakritze NZZ


Jan 25 2010

Husten – Westmed

von Dr. Raphael Hochstrasser

Hustensensoren befinden sich entlang der Atemwege, in der Lunge, dem Brustfell, entlang der Speiseröhre, und selbst im Perikard und im Magen. Reize, z. B. durch Fremdkörper, geben diese Sensoren ans Hustenzentrum des Grosshirns weiter, welches daraufhin explosive Luftstösse mit bis zu 500 km/h Geschwindigkeit veranlasst, die von Zwerchfell, Rachen, Rippen und Atemwegsmuskulatur ausgeführt werden.
90% der Hustenerkrankungen sind viral bedingt, und dauern in der Regel über 2-4 Wochen, ab 8 Wochen wird von chronischem Husten gesprochen. Bei solcher Dauer, oder bei Dyspnoe oder Hämotypse, sollten genauere Untersuchungen erfolgen. In der Westmed kann allerdings von rund 20% der chronischen Hustenfälle die Ursache nicht geklärt werden. TB, Reflux-Ösophagitis, Keuchhusten, aber auch die NW von Blutdrucksenkern können Husten verursachen, bei ACE-Hemmern wird sogar in 10% der Fälle trockener Husten als NW erwartet.
CAVE westMEDI: Codein macht abhängig (nicht >2W einnehmen)! Husten-/Reizblocker dürfen nicht mit Schleimlösern kombiniert werden!


Dez 24 2009

Schwere Zeiten sind gute Zeiten

von Dr. Raphael Hochstrasser

Je dunkler es draussen ist, desto besser erkennen wir unser inneres Licht.

Wenn das Leben am dunkelsten erscheint, kann das göttliche (oder kosmische oder natürliche) Licht wieder zu uns kommen. Schwere Zeiten sind gute Zeiten.

Depressionen, Niedergeschlagenheit oder wenn das Schicksal voll zuschlägt, dann bieten sich uns Möglichkeiten, weiterzukommen. Wände, die uns im Wege stehen, sind in Wahrheit Stufen, auf die wir aufsteigen aufsteigen können. Ob Schicksal, Natur, unser höheres Selbst oder der liebe Gott, irgend etwas sorgt dafür, dass wir immer wieder mit Aufgaben gefüttert werden, wenn ‚es‘ das Gefühl hat, wir seien dazu bereit. So können wir Stufe um Stufe erklimmen.

Also dürfen wir stolz sein, wenn der liebe Gott denkt, wir seien wieder so weit, um solch schwere Aufgaben zu meistern :o). Die Grundlage zu neuen Einsichtichten sind häufig Unklarheit, Unsicherheit oder sogar Verwirrung.  Wenn wir uns von alten Denkmuster lösen, können leichter neue entstehen. Ebenso sind depressive Verstimmungen, Traurigkeit oder Überdruss Prozesse, um uns emotional zu spülen und leeren. Dann kann das Gefäss wieder mit frischem Inhalt gefüllt werden :o)

Tränen reinigen und spülen die subtilen und emotionalen Herz- und Perikard-Energiebahnen. Weinen ist gelegentlich sehr gut, so wie z. B. eine Reinigung im Haus auch. Und natürlich gibt es eine Grenze, zuviel Putzen und Schruppen schadet den Dingen ebenso wie dem Menschen :o) Es gibt auch eine wunderbare Alternative:  Singen reinigt und aktiviert die subtilen Herz- und Perikardleitbahnen, vor allem fröhliches und meditatives Mantrasingen !

Und anstelle so lange zu warten, bis die Zeiten wieder sehr dunkel werden, um göttliches Licht zu sehen, können wir auch meditieren, innere Stille schaffen, die Lichter und Aktivitäten in uns zur Ruhe bringen und das Göttliche in und um uns wahrnehmen.


Nov 24 2009

Klassische Punktkategorien

von Dr. Raphael Hochstrasser

Die klassischen Punktkategorien übersichtlich auf einer Tabelle:
Punktkategorie.pdf

Eine leeres Raster, um die klassischen Punktkategorien der wichtigsten Akupunkte zu üben:
Leere Übungstabelle.pdf

Lernkärtchen, um die Punkte einzeln nach Hauptfunktion und Kategorie zu erlernen:
Lernkarten Hauptaktupunkte Funktionen Vorderseite_
Lernkarten Hauptaktupunkte Funktionen Rückseite_

Lernkärtchen für Android Smartphones (läuft mit der Freeware Ankidroid):
Ankidroid.Lernkartenpaket.Akupunktkategorien

Viel Spass :o)

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Memohilfen

Es fällt leichter, die Tabelle zu lernen, wenn man die wichtigsten Zusammenhänge versteht und einige Memohilfen kennt. Hier mal ein Anfang. Falls Du Ergänzungen hast, teile mir die bitte mit, damit ich die Sammlung erweitern kann!

Die JING Brunnenpunkte liegen abgesehen von Ni1 entweder auf den Zehenspitzen oder Fingerbeeren.
. Im Notfall (Wirkung der JING-Punkte), soll überlegt (Metall) gehandelt (Holz) werden.

Alle YING-Quell- und SHU-Bachpunkte sind auf der Leitbahn die Folgepunkte der JING-Brunnenpunkte, ausser Gb41.
.Die ersten 3 Spalten der Tabelle sind also schon halb geschenkt :o)
.YING-Quell Punkte wirken bei Hitze- und Feuermustern. Feuer kann mit Wasser (Fu) oder Feuer (Zang) bekämpft werden.

Bei den Zang entsprechen die YUAN-Quellpunkte den SHU-Bachpunkten und damit auch den Erd-Punkten. Es sind alles bedeutende Punkte. Sie liegen, mit Ausnahme von Ni3, am distalen Übergang zur Epiphyse der Metakarpalen bzw. –tarsalen und von der Peripherie aus gesehen immer an dritter Stelle. Die Yuan-Quellpunkte der Fu befinden sich hingegen immer an der vierten Stelle und sind abgesehen von Di4 eher wenig bedeutsam.

Die JING-Flusspunkte sind abgesehen von Pe5, Ni7 und Bl60, eher unwichtige Punkte.

Die HE-Meerpunkte sind fast alle sehr wichtige Punkte mit eher unterschiedlichen Wirkungen. Sie liegen alle in der Region der Knie bzw. Ellbogen.

Die Region der Punkte auf den Extremitäten korreliert oft in etwa mit dem Körperteil, also Kopf = Fingerbeeren/Zehenspitzen, Hals = Metatarsale/-karpale, Ellbogen/Knie = Organe.

Die LUO-Durchgangspunkte liegen teilweise (Lu7, Ni4, Ma40, Le5, Bl58) dort, wo die Meridiane einen Knick machen, um sich über Netzgefässe mit dem zugehörigen Zangfu zu koppeln. Es sind dies wichtige Punkte, logischerweise auch mit Wirkung auf den gekoppelten Zangfu.

Die XI-Spaltenpunkte liegen, abgesehen von Ma34, im Fleisch der Unterarme bzw. –schenkel.

Die SHU-Rückenpunkte der Zang liegen auf dem Blasenmeridian des Rückens auf Höhe des jeweiligen Organs. Unter den „Flügeln“ (scapulae) befindet sich das Zwerchfell (Bl17=BWK7), dort wird ein Wirbel „überflogen“.
(Daher Bl13 = 3. BWK, 14=4.,…17.=7, 18=9.!!, 19=10…)

Die MU-Punkte befinden sich am alle Rumpf meist direkt bei den zugehörigen Organen (Ausnahme Dü-Mu: Ren 5).

Bei einem Herzinfarkt, Angina pectoris oder anderen Notfällen des Herzens, beisse sofort in die Fingerbeere des kleinen Fingers. Also in den des betroffenen Patienten ;o), und wenn Du zu aufgeregt bist, auch noch in Deinen eigenen. Wieso denn?

Bl67 ist der äusserste Punkt der äussersten Leitbahn (Fuss-Taiyang), der sehr gut darin ist, den Fötus am äussersten (Zeit- und Lage-) Punkt zu regulieren bzw. in eine gute Lage zu bringen. Kein Wunder, es ist der Metallpunkt (regulieren) auf der Wasser(Geburt)leitbahn. Möchte man (z. B. Ehemann) mehr Bewegung in der Wirkung, gibt Mann der Frau zusätzlich Moxa (=Yang=Bewegung).


Okt 5 2009

Lächeln und Lachen :o)

von Dr. Raphael Hochstrasser

Wenn unsere Mundwinkel nach oben zeigen, bilden sie eine Empfangsschale (wie ein Parabolspiegel) für Energien von oben. Natürlich geht das auch umgekehrt, wenn mensch gerne Energie von unten empfangen möchte…

Wie beim Hufeisen, können wir nicht nur gute Energie und Glück von oben für uns selber, sondern auch für unsere Mitmenschen und die Erde empfangen. Wenn wir jemandem zulächeln, bringen wir ihm dadurch Glück.

Lächeln und Lachen kann mensch üben, es ist ganz einfach, mensch braucht nur die Mundwinkel zu heben, und wenn man offen ist und sein will, kommt der Rest von alleine.

Richtiges Lachen mit intensiver Betätigung der Atmungsmuskulatur, insbesondere des Zwerchfells, ist zudem eine effektive Massage der damit verbundenen Organe (also fast allen) und des Solarplexus. Diese lockernde Massage von Innen heraus, hat äusserst vielfältige positive und salutogene Wirkungen!

Aus der Sicht der TCM sind verschiedene Leitbahnen involviert beim Lachen: Dickdarm (Mund), Leber (Rumpf und innerer Verlauf im Gesicht), Niere (Rumpf), Ren und Milz (Flanken) und besonders stark in den Mundwinkeln (Ma4) die Magenleitbahn. Am stärksten werden Organe mit unmittelbarem Anschluss ans Zwerchfell, also Lunge, aber auch Leber und Milz, massiert. Daher wirkt Lachen besonders gut bei Lu- und Le-Qi-Stagnation oder Le-attackiert-Mi Mustern. Auch weil durch die rhythmischen Kontraktionen das Leber-Qi und, rein mechanisch, die Drüsen (Gb, Pankreaks) zum Fliessen gebracht werden. Die Verbindung der mechanischen Pumpbewegung des Zwerchfells bis zum Luftaustoss des Mundes hat natürlich auch einen Herzaspekt (He öffnet sich im Mund). Ebenso wie Singen oder andere lautgebende Aktivitäten, wird das He-Qi beim Lachen stark bewegt, die „subtilen Herzkanäle“ werden von blockierenden Emotionen befreit.


Okt 2 2009

Marginale, chronische Parodontitis

von Dr. Raphael Hochstrasser

TCM-Musterdiiferenzierung:

– Loderndes Ma-Feuer
viel Blut, ev. geschwollenes Zahnfleisch, Stirnks, Lust auf Kaltes, Z rot,  ZB gelb, dick, trocken P voll, beschl.

– Ma-Yin-Leere-Hitze
wenig Blut, entzündliches Zahnfleisch, lockere Zähne, Hunger ohne Appetit, Unruhe, Z rot, ZB wenig bei Ma/Mi, P dünn, beschl.

– Mi-Blut-Halten-Dysfnkt.
Chron. leichte Blutung, blasses Zahnfleisch, blasse Lippen, Müdigkeit, weiche Stühle, wenig Appetit, Z blass, geschwollen P schwach, leer

– Ma- & Ni-Yin-Leere-Hitze
Wie Ma-Yin-Leere-Hitze PLUS Betonung auf Ni-Yin-Leere-Zeichen

– Ma-Hitze und Säftemangel
Wie loderndes Ma-Feuer PLUS trockener Mundraum, Hals, Lippen, Zunge, etc.

Therapie:

– Di4, Di1&Di3 bluten lassen (yangming-Hitze klären), Di11, Ma34 (b. Blutungen auf d. Ma-Meridian), Ma36, Ma44 (Hitze aus dem Ma-Meridian), SJ20, Dü8 (Zahnfleischschwellung), Le2 (Le-Feuer), lokal: Ma6, Dü18

– Qing Wei San (Ma-Feuer & Ma-Yin-Leere), Qing Wei Tang (+ Shi Gao), Yu Nu Jian (Ma-Yin-Leere-Feuer), Zhi Bai Di Huang Wan (Ma-&Ni-Yin-Leeere-Hitze), Xie Huang San (FH d. Milz), Zhu Ye Shi Gao (Ma-Hitze und Säftemangel)

Rauchen und scharfe Nahrungsmittel zählen zu den schwersten negativen Faktoren.

Westmed.:

Meist tritt Parodontitis als Folgeerscheinung einer schweren Gingivitis auf, welche zunächst zum Verlust des bindegewebigen Halts der Zähne führt. Je länger Gingivitis und Sulcusblutungen an der selben Stelle auftreten, desto wahrscheinlicher ist die Enstehtung von Paradontitis. In fortgeschrittenem Stadium der Paradontitis erfolgt auch der irreversible Knochenabbau. Die Gründe für das Auftreten von Paradontitis sind nicht restlos geklärt, sehr relevant scheint aber das Verhältnis zwischen Bakterien und Immunsystem. Daher westlich medizinisch hautsächlich keimtötende, antibakterielle bzw. antibiotisch therapiert. Parodontitis kann subgingival weiterexistieren, selbst wenn die Gingivits zurückgeht.


Sep 9 2009

Akupunkte – metaphorische Erklärungsversuche

von Dr. Raphael Hochstrasser

Das Meridiansystem gleicht einem Wassernetz aus Quellen, Bächen, Flüssen und Seen. Die Akupunkturpunkte befinden sich in anatomischen Mulden oder Erhebungen. Das sind besondere Stellen im Wassernetz, wo sich Wasser sammelt, staut oder entleert, also vergleichbar mit Rinnsalen, Sammelbecken und Wasserfällen.

Krankheiten bzw. Disharmonien sind Unregelmässigkeiten, welchen den gleichmässigen Fluss im Wassernetz stören. Akupunkte sind Wartungszugänge, Staudämme, Ventile und Schnittstellen, um solche Ungleichmässigkeiten zu regulieren.

Bei Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen handelt es sich häufig lediglich um etablierte Fehlprogrammierungen oder Steuerungsfehler im Organismus. Mit wiederholter, regelmässiger Akupunktur können solche Fehler umprogrammiert werden.

Metaphorische, empirische und analytische Erläuterung übers Qi gibts hier…


Aug 28 2009

Wassertechnik im Mensch

von Dr. Raphael Hochstrasser

In der Frühzeit lebten alle Lebewesen der Erde im Wasser. Und noch heute bedarf es dem inneren Meer, in welchem die Zellen schwimmen: 50% des Körpergewichtes fällt auf die Intrazellulärflüssigkeit, welche damit 70% des gesamten Wassers im Körper einnimmt. Da sind natürlich noch weitere Flüssigkeiten auf der Basis von Wasser, z. B. das Blut, das 5% des Köpergewichtes ausmacht, oder die Extrazellulärflüssigkeit und Lymphen (Medium zwischen Blut und Zellen)mit 15% des Körpergewichts. Die zu bewässernde Zelloberflächen im Körper nehmen eine Fläche von ca. 200’000 m2 ein. Müsste man diese Fläche auf einer Ebene bewässern, wären theoretisch rund 200’000 Liter Wasser notwendig! Dank dem hervorragenden Wassermanagement schafft unser Körper das auch so. Wassergesamtanteile im Körper und in bestimmten Organen:
Säugling 80%
alter Mensch 60%
Lungen: 71%
Muskeln: 71%
Leber: 71%
Milz: 77%
Gehirn: 83% :o) und das Gehirn wiegt nur 2% des Körpergewichtes, benötigt aber immerhin 20% des Blutes

Wasser wird
1. eingenommen (Mund, Lunge, Haut),
2. resorbiert (Gewebe, Zellen),
3. rückresorbiert (Dickdarm, Nieren) und
4. ausgeschieden (Dickdarm, Lungen, Haut, Harnblase).

Die 1. Zufuhr erfolgt durch drei Wege: Die Lunge bzw. die Alveolen nehmen aus dem Wasserdampf über die Schleimhäute Wasser auf, jedoch, sowie die Haut auch, sehr geringe Mengen. Der grosse Teil wird dem Körper durch das freie Wasser in Getränken (ca. 1.2 l/d) und Nahrungsmitteln (ca. 1 l/d) zugeführt.:
Gurke 95%
Kopfsalat 95%
Wassermelone 92%
Rüebli, Sellerie 88%
Joghurt 86%
Äpfel, Birnen 84%
Fisch 60-80%
Kartoffeln 77% (roh)
Kartoffeln 76% (gekocht)
Getreide 70 (gekocht)
Fleisch 50-70%
Pasta 60% (roh)
Brot 37%
Kartoffeln 20% (gebraten)
Getreide 12% (roh)
Hülsenfrüchte 11%
Pasta 9% (roh)
Sojabohnen 7.5%
Mandeln 5%
Walnüsse 3%
Kartoffeln 3% (Chips)
Schockolade 1%
Raffinierter Zucker 0%
Einen weiterer Teil (0.3 l/d) des Wassers entsteht als Nebenprodukt des Fett- und Zuckermetabolismus. Kamele speichern übrigens in ihren Höckern nicht etwa Wasser, sondern Fett, welches bei Bedarf oxidiert wird und dadurch metabolisches Wasser frei macht.

2. Die Resorption bzw. Aufnahme des Wassers erfolgt hauptsächlich über das Verdauungssystem. Mund, Magen, aber vorallem (90%) der Dünndarm transferiert das Wasser osmotisch über seine sehr dünnen Zellwände (Membrane) ins Blut. Je höher der Wassergehalt im Blut, desto höher ist der osmotische Druck gegenüber der Extrazellullärflüssigkeit, was zum Ausgleich führt, dito Zellen, womit das Ziel erreicht wäre. Die Nieren werden pro Tag von ca. 1500 l Blut durchschwemmt, wovon ca. 180 l Wasser herausgeflitert werden (wovon schliesslich ca. 1.5 l als Urin ausgeschieden wird).

3. Die Rückresorption
Von den ca. 7 l Verdauungssaft (1 l Speichel, 1.5 l Magensäfte, 0.75 l Galle, 0.75 l Pankreassaft, 3 l Darmsaft) werden 97% durch die Darmschleimhaut resorbiert. Von den täglich 180 l gefilterten Urin werden ca. 99% von den Nieren wieder ins Blut zurückgegeben.

4. Die Wasserausscheidung erfolgt grösstenteils (1.5 l Urin/Tag) über die Nieren, welche das Wasser mit Ihren Glomeruli aus dem Blut filtern. Genaugenommen wird das Wasser herausgedrückt (Blutdruck>Druck in den Glomeruli), was auch den erhöhten Harndrang bei erhöhtem Bluckdruck erklärt (Kaffee, Nervosität, usw.). Urin besteht aus 95% Wasser und 5% festen Stoffen, vor allem Harnstoff, ein Zurückbleibsel der Eiweissverdauung. Die Schweissdrüsen der Haut (70-100 Stk./cm2) arbeiten ähnlich wie die Glomeruli und scheiden 99% Wasser und 1% Mineralien und organische Abfallprodukte aus. Bei Perspiration (konstante, physiologische Schweissabgabe) ca. 0.3 g / Minute also 540 g / d und bei Transpiration (erhöhte, physiologische Schweissabgabe, sichtbares Schwitzen) bis zu 1.5 l / h oder 6 l / Tag. Die Lungen verdampfen ca. 3- 500 g Wasser pro Tag, der Dickdarm ca. 120 g (bei 150 g Stuhl / Tag).
Urin 1.5 l
Schweiss 0.5 l
Lungen 0.4 l
Darm 0.1 l
Gesamt 2.5 l


Aug 20 2009

Blutspenden und TCM

von Dr. Raphael Hochstrasser

1. Gesundheitliche Aspekte für Blutspenderinnen aus der Sicht der TCM
Für bestimmte Menschen hat das Blutspenden nur sehr geringfügige, keine oder selten sogar positive gesundheitliche Folgen. Aus der Sicht der TCM sind dies Menschen von übermässiger Korpulenz, mit Fülle- oder Xue-Stase-Mustern (auf Grund von Fülle), aufsteigendem Leber-Yang, Leber-Feuer oder Hitze-Muster (mit Fülle).
Hingegen müssen Menschen mit Leere-Mustern, mangelndem Jing, Qi oder Xue, wenig Substanz oder Leere-Hitze-Mustern mit nachhaltigen gesundheitlichen Schäden rechnen, wenn sie Blut spenden.
Bei Unsicherheit, ob Du ein Aderlass-Typ bist oder nicht, lasse Dich bitte von Deinem Therapeuten für Chinesische Medizin beraten ;o)

2. Realitätsfremde Hysterie seitens Blutspendezentren.
Obwohl sich weltweit über 2 Milliarden Menschen mit Akupunktur behandeln lassen und keine (*!!!) Fälle von Übertragung von Krankheiten durch Akupunktur bekannt sind, existiert eine völlig aus der Luft gegriffene Hysterie seitens Blutspendezentren bei Akupunkturpatienten. Wer genau diese Hysterie fördert ist bislang unbekannt, doch sie existiert. *(Jährlich sterben Tausende Menschen aufgrund Krankheitsübertragungen durch konventionell-medizinische Massnahmen, alleine schon jeder 1000. Patient stirbt durch Ansteckungen im Spital). U. U. kann die Akupunkteurin mit folgender Bestätigung für den blutspendewilligen Patienten die Sitution entschärfen:

Bestätigung
———–
Patientenname, -adresse:
(ev.) Behandlungsgrund:

Ich bestätige hiermit, dass die o.e. Patientin unter konsequenter Einhaltung der Richtlinien „Hygiene und Sicherheit für die Akupunktur“, TCM-Fachverband Schweiz, behandelt wurde. Selbstverständlicher Teil davon sind hohe Hygienemassnahmen, korrekte Hände- und Hautdesinfektion sowie die Verwendung von sterilen Einwegnadeln.

Behandelnder TCM-Arzt:
Ort, Datum:


Information für den Patient: Dieses Dokument dient als Information für Blustpendezentren, da auf Grund mangelnder Sachkenntnisse gelegentlich immer noch Bedenken bezüglich Akupunkturpatienten kursieren. Da aber in letzter Instanz der sogenannte Spendearzt für die Sicherheit des Spenders und des gespendeten Blutes haftet, entscheidet dieser auch unabhängig von den Vorschriften BSD SRK über die Zulassung zur Blutspende.


Aug 19 2009

Heuschnupfen – Patienteninfo

von Dr. Raphael Hochstrasser

Heuschnupfenbekämpfung mit Chinesischer Medizin

Regelmässige Akupunktur und chinesische Arzneimittel können die Symptome von Heuschnupfen deutlich vermindern. Nach 2-3 Jahren wiederholter Behandlungen tritt meist sogar komplette Beschwerdefreiheit ein.

Heuschnupfen ist im Verständnis der westlichen Medizin eine allergische Überreaktion des Immunsystems auf die Blütenpollen. Das entspricht in etwa jenem Teil, der nach TCM „Manifestation“ (Erscheinungsbild) genannt wird. Abgesehen davon spricht man in der TCM auch von einer „Wurzel“, der Ursache einer Störung.

In der westlichen Medizin wird Heuschnupfen weder diagnostisch noch therapeutisch weiter differenziert. In der TCM gilt Heuschnupfen wie erwähnt lediglich als eine Manifestation, der gut ein Duzendend verschiedene Krankheitsmuster zu Grunde liegen können. Dabei werden alle vorhandenen Indikatoren berücksichtigt, z. B. ob das Nasensekret gelb, weiss, bluttingiert, zäh oder dünnflüssig ist, ob und wo genau der Patient Kopfschmerzen hat, ob er Morgens gut Aufstehen kann, ob er Stress bei der Arbeit hat, usw.

Ein Vorteil ist, dass man auf diese Weise auf das gesamte Disharmoniemuster eines Menschen eingehen kann. Bei adäquater Therapie werden daher auch andere Symptome als der Heuschnupfen behandelt, und auch das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit sollten sich steigern. Ein weiterer Vorteil ist, dass z. B. im Gegensatz zu Antihistamininka, welche einen Teil des Immunsystems unterdrückt, in der Chinesischen Medizin nichts unterdrückt, sondern gestärkt und ausgeglichen wird. Die Behandlung hilft dem Patienten bei einem Gesundungsprozess, der nach der Therapie weitergeführt werden kann.

Weiteres zum Thema:
Artikel aus dem Tagesanzeiger
Rhinitis und Sinusitis nach TCM


Aug 19 2009

Kalzium, Knochenfestigkeit und Kontroverses zu Mythen unserer Zeit

von Dr. Raphael Hochstrasser

Leider herrscht in gewissen Kreisen immer noch der Fehlglaube, die Aufnahme von viel Kalzium durch Lebensmittel oder Nahrungsergänzungen sei gut für die Knochenfestigkeit. Obwohl die Werbung „Milch macht starke Knochen“ schon seit Jahren verboten ist, halten schlaue Marketingköpfe diesen Mythos durch ähnliche Aussagen aufrecht. „Wo Kalzium fehlt, muss Kalzium rein“ klingt ja logisch. Sogar Studien wurden gemacht(!), welche eine kurzzeitige positive Auswirkung auf die Knochendichte bei erhöhter Kalziumzzufuhr belegen. Längerfristig ist aber genau das Gegenteil der Fall, zahlreiche internationale Statistiken und Studien, u. a. der Harvard School of Public Health, belegen, dass die alleinige Zufuhr von Kalzium den Knochenabbau induzieren kann.

Ausser für den Zweck, für den sie gedacht ist, zur Primärnahrung von Säuglingen, hilft Milch nicht, sondern schadet, unter anderem besonders den Knochen![1] Das weiss man schon seit Jahrzehnten, und langsam dringt diese Begebenheit glücklicherweise auch bis ins Bewusstsein westlicher Ärzte… aber denen fällt es immer noch schwer vom alten, einbetonierten Mythos „Ein Glas Milch pro Tag…“ abzulassen. Und wenn, dann wird drumrum argumentiert und relativiert, so was wie… wenn kein Kalzium ausgeschieden wird, könnte ein Mangel bestehen, also gehen wir auf sicher und greifen zur Kalizumgabe (was ja nachweislich die Knochen schädigt, mehr dazu im letzten Abschnitt). Nun wurde wie üblich eifrig nach einer weiteren bequemen, stofflichen Lösung gesucht und mit Vitamin D (vorübergehend…?) auch eine gefunden. Vitamin D zeichnet sich durch eine Vielzahl positiver Eigenschaften aus und lässt sich prima popularisieren und vermarkten; es wird sich in Spitälern und Apotheken schätzungsweise wohl ein Marktproduktzyklus lang als Wundermittel gegen Osteoporose und sonscht Allenchaibs verkaufen lassen.

Einfach und bewährt: Vitamin D wird vom Körper selber produziert, wenn dieser regelmässig Sonnen tanken darf.

Wobei wir gleich beim nächsten Mythos angelangt sind, jenem vom Hautkrebs und der Sonne. Das gefällt mir ganz besonders, weil ich das schon seit eh und je vermutet habe und eine gesunde Aversion gegen Sonnencrème hege ;o). Tatsächlich sterben verhältnissmässig sehr wenige Menschen an Hautkrebs, der effektiv durch übermässige Sonnenstrahlung verursacht wurde. In den USA sind es jährlich ca. 1200 Menschen [3], die an einem Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom sterben, auf der anderen Seite aber Hundertausende, die vorzeitig an *Osteoporose, welche wiederum vorallem auf Vitamin D-Mangel bzw. zu geringer Sonnenexposition zurückzuführen ist. Und dies ganz abgesehen von den weiteren lebenswichtigen Funktionen von Vitamin D. Und Melanome, die gefährlichsten der Hauskrebserkrankungen, treten häufiger an Stellen des Körpers auf, welche weniger dem Sonnenlicht exponiert werden. Büroangestellte leiden 4 x häufiger [4] daran, als Menschen, die im Freien arbeiten.  Hautkrebs hat in Ländern in Korrelation zur Verbreitung von Sonnencrèmes zugenommen, während die Hautkrebsrate z. B. in tropischen Ländern, im Oman oder in Algerien extrem tief sind! [7] Solange wohldosiert sonnengebadet wird, ist die Hysterie von wegen Hautkrebs wegen Sonnenstrahlen nicht nur übertrieben, sondern kreuzfalsch.

Für die ewig-nach-EINEM-Wunderrezept-Suchenden sei hier noch gesagt, dass 1.)  Kalzium lebensnotwendig ist und ich nicht rate, darauf zu verzichten, die Zufuhr ist jedoch durch einen durchschnittlichen Speiseplan völlig ausreichend, auch ohne übermässige tierischen Eiweisskonsum (Fleisch, Milch…). Milch ist übrigens für Säuglinge, nicht für Erwachsene (welche Kuh trinkt schon Milch?), und würde, wenn schon, den kompletten Speiseplan ersetzen; Überernährung ist das Hauptproblem unserer Zeit! Nur drei von 13 Resumee, welche durch ein Team aus zwanzig international führenden Experten aus rund 8000 Studien über Ernährung extrahiert wurde, gelten unumstritten als höchst relevant für die Gesundheit: 1. Mässiger Salzkonsum (ca. 2 – 5 g / Tag), 2. Frische und unveränderte (natürliche) Nahrungsmittel, 3. Verdichtete Nahrungsmittel vermeiden. (Dicht bedeutet konzentriert, raffiniert, mit einer unnatürlich hohen Energiedichte eben. Also z. B. Kristallzucker, Weissmehl, Fertigmahlzeiten, aber auch Fruchtsäfte, usw.). 2.) Und ebensowenig empfehle ich, es mit der Sonne auf der Haut zu übertreiben. Die Haut ähnelt der Verdauung, auch sie scheidet Abfallstoffe aus und nimmt Lebensstoffe auf, auch sie leidet unter Stress (vgl. verdichtete Nahrungsmittel). Folglich sollte man sie weder ständig mit Sonnencrèmes***, noch anderen Sälbeli und Züügs, noch mit übermässiger Sonnenstrahlung belasten. Also nochmals, damit keine Missverständnisse aufkommen: Sonnenbrand ist ein Riesenstress für die Haut und damit ebenso krebsfördernd wie Sonnencrèmes [7] und der Aufenthalt in nicht biologischen Räumen [8,9]!

Also, das Rezept lautet: Genug Sonne Tanken (langsam einbräunen, z. B. anfangs Kleider, Schatten, während der Dämmerung raus und Mittags Siesta machen…), regelmässig und freudig bewegen, wenig chemische Substanzen immissionieren, dafür viel Natur und frische und bekömmliche Nahrungsmittel.

Zurück zur *Osteporose („Porösität der Knochen“) und damit zu einem Begriff, der perse schon fehlleitet, wenn es um die Stärke der Knochen geht. Denn die Knochendichte entspricht nicht der Knochenfestigkeit. Für die Statik eines Gebildes zählt aber nicht nur die Masse, sondern vor allem auch der Aufbau und die Struktur. Natürlich kann rein technisch nur die Knochendichte und nicht die Festigkeit gemessen werden, und das wird auch getan und fälschlicherweise als Parameter für die Stärke der Knochen gewertet. Das der Zusammenhang aber nicht gegeben ist, zeigen Statistiken, bei welchen Knochenbrüche teilweise sogar weniger häufiger in Bevölkerungsgruppen mit vermehrter Osteoporose vorkommen!

Die Erneuerungskapazität von Knochenzellen ist beschränkt und wird durch erhöhte Kalziumzufuhr verkürzt. Übermässige Kalziumaufnahme (hauptsächlich durch tierische Produkte, wie z. B. durch Milch, aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel) wirkt sich langfristig negativ auf die Knochenfestigkeit aus! [6]

[1] Link mit weiterführenden Infos zum Thema Knochenfestigkeit und Kalzium: www.4.waisays.com
[2] Link mit weiterführenden Infos zum Thema Hautkrebs und Sonne: http://bertjensen.info/hautkrebs-durch-sonnenlicht-ein-mythos/
[3] Michael F. Holick, Mark Jenkins: Schützendes Sonnenlicht, 2002.
[4] Osterlind A, Tucker MA, Stone BJ, Jensen OM. The Danish case-control study of cutanceous malignant melanoma. II. Importance of UV-light exposure. Int J Cancer, 1988 Sep 15;42(3):316-24.
[5] Orjan Hallberg / Olle Johansson: Cancer Trends During the 20th Century. Journal of Australian College of Nutritional & Environmental Medicine, Vol. 21. 1. 2002, 3-8.
[6] John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend. 3. Aufl. 1997, Waldfeucht.
[7] Garlan/Garland/Gorham: Could Sunscreams Increase Melanoma Risk?, in American Journal of Publick Health, Nr. 82, 4/1992, S. 614f. Zitiert nach Hobday: Sonnenlicht heilt, S. 69 f. [8] Die Melanom-Häufigkeit belief sich für Männer, die ihr Leben lang im Freiem arbeiteten, auf nur 17 Prozent gegenüber der von Büroangestellten. Bezogen auf PMR (proportional mortality ratios) Samuel Milham, Jr, and Eric Ossiader. Persönliche Mitteilung von Örjan Hallberg. Siehe auch http://www3.doh.wa.gov/occmort/ [9] V. Beral u.a.: Malignant Melanoma to Fluorescent Lighting at Work, Lancet, 2, 1982, S. 290 ff.-Zitiert nach Liebermann: Die heilende Kraft des Lichts, S. 194 f.
 

***Apro pos Schädlichkeit von Sonnencremes…
Heute, also ein paar Jährchen nach der Veröffentlichung dieses Posts, ist die Schädlichkeit von Sonnencrèmes und anderen Kosmetika in aller Munde, ähm Häute, Lebern und Nieren. Hier nur ein paar links zu diesbezüglichen wissenschaftlichen Artikeln:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3084961/ (Sonnencreme und Vitamin D)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17015167 (Sonnencreme und Antioxidantien)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11702366 (Allgemeine Absorbation von Chemikalien durch Sonnencreme)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15020197 (Herbizie durchdringen sonnenbecremelte Haut)


Aug 18 2009

Achillodynie oder Plantarfasziitis – Dehnübungen

von Dr. Raphael Hochstrasser

Haupttherapie: Dehnübungen (8 Wochen 3 x täglich=deutliche Besserung bei 90% Patienten gegenüber Kontrollgruppe) d. Mn. gastrocnemius/soleus und Bandagen (Tapes). Zusätzlich: Pe7 & He8 (Fernpunkte), Ni4 (Bursa superior d. calcaneus), Ni7, Ni7–>Ni4 (subcutan parallel zur Achillessehne), KEINE Lokalpunkte (Hohes Risiko für Überreizungen). Kräuterpackung Nr. 15. Ashipunkte auf den Mn. gastrocenmius (um Bl57/58 & des M. soleus (medial vom Tibiarand tasten).

Link zur Pro-Dehnübungsstudie in Deutsch (Link zur Originalpublikation, in english)

Dehnübungen für die Mn. Gastrocnemicus, z. B. bei Achillodynie oder Plantarfasziitis

DIE ÜBUNGEN

1. Auf die Zehenspitzen stellen und 3 mal sehr langsam in die Hocke gehen und wieder strecken. Kurze Pause machen, umhergehen und die Übung 3 mal wiederholen .

2. Mit den Zehenspitzen auf einen Treppensteig oder anderen Absatz stehen und mit den Händen gut am Geländer festhalten. Zunächst langsam und bewusst auf die Zehenspitzen stellen (Bild A), dann die Wadenmuskeln bewusst und ausgiebig entspannen, durch Verlagerung des Gewichtes Richtung Fersen (Bild B). Die Fersen sollten nun deutlich unter dem Niveau der Zehenspitzen liegen, wodurch eine passive Dehnung der hinteren Wadenmuskulatur entsteht. Diese Übung ebenfalls 3 mal wiederholen.

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Patienteninfoblatt: dehnubungen-fur-die-mn-gastrocenmicus


Aug 17 2009

Elektromagnetische Sonnenstrahlung und 2012

von Dr. Raphael Hochstrasser

Brisanter Stoff :o)

Ein Interview mit Dr. Broers über die Einwirkung der elektromagnetischen Sonnenstrahlung auf die Entwicklung der Menschheit und der Supergau im Jahr 2012 (pdf): Elektromagnetische Sonnenstrahlung – 2012 – Interview mit Dr. Broers


Aug 17 2009

Kultur, Entwicklung, Zukunft – Ein Interview

von Dr. Raphael Hochstrasser

Interview anlässliche einer Vertiefungsarbeit meiner Nichte

Frage (Aspekt Kultur):
Worin unterscheidet sich die chinesische Kultur von der europäischen Kultur und welche Gründe spielen welche Rolle beim Erfolg der Chinesischen Heilkunst?

Kultur ist ein Begriff mit weitreichender Bedeutung. Nicht nur die Ausdehnung der Bevölkerungsmasse und der Landesgrenzen, auch das Geschehnissreichtum der jüngsten Geschichte Chinas lässt klar werden, dass sich „die Kultur“ Chinas nicht so leicht zu etwas Benennbarem zusammenfassen lässt. Dennoch wiederspiegeln die Fragmente der politischen Achterbahnfahrt des letzten Jahrhunderts die heutige Mentalität. Die kommunistische Vergangenheit zeigt sich, im Vergleich zu unserem gelebten Individualismus, in etwas, dass ich als eine Art Flachheit bezeichnen würde. Eine Monotonität und Anpassungsfähigkeit, welche es den Chinesen erst überhaupt möglich macht, in einer derart hohen Bevölkerungsdichte nebeneinander zu existieren. Dies erklärt zugleich auch den Funktionalismus – von Aussen häufig zu unrecht als Pragmatismus verstanden – welchen uns die Chinesen vorleben. Sie können widerstandslos in Formen schlüpfen. Seien es z. B. Umgangsformen oder Hierarchien und Gepflogenheiten in Familien- oder Unternehmenstrukturen, sei es im Verkehr oder in der Edukation. Und da sind wir beim zweiten Punkt Deiner Frage angelangt. Vor den 60er Jahren, also vor der Kulturrevolution, wurde die Chinesische Medizin im Lehrer-Schüler-Verhältnis weitergegeben. Interessant dabei ist, dass in einer solchen persönlichen Lernsituation nicht nur Wissen, sondern auch intuitive Techniken und spirituelle Energie weitervererbt werden konnte. Der Hauptgrund der klinischen Effektivität der Chinesischen Medizin liegt aber vor allem darin, dass über Tausende von Jahren immer wieder getestet, verfeinert und verbessert wurde, ohne von den grundsätzlich funktionalen Methoden abzukommen. An erster Stelle steht die Funktionalität, danach kommt die Theorie, sozusagen als Aufhängung, um das praktisch gesammelte Wissen strukturiert anzulegen. Dies ist ein weiterer wesentlicher Unterschied zur Wissenschaft im Westen, wo die Grundlagenforschung als Speerspitze des Fortschritts fungiert. Der Wert der Chinesischen Medizin lässt sich von Aussen vielleicht erahnen, wenn man bedenkt, durch wieviele schlaue Mühlen dieser Wissenschatz über Tausende Jahre von Generation zu Generation verarbeitet wurde; immer wieder überprüft, verfeinert, erfasst, reorganisiert und weitervermittelt. So etwas wie das heutige Patenschutzrecht hätte diese Entwicklung verunmöglicht. Vielleicht ist das ein kleiner Augenöffner für uns, weil er dem bösgesagten Kommunismus einen fulminanten Vorteil zuspricht: Der gemeinsamen und frei zugänglichen medizinischen Entwicklung zum Wohle der Menschheit.

Frage: (Aspekt Technik, Wirtschaft)
Welche Entwicklungsschritte durchlief die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) bis zur heutigen Form und welche Techniken und Methoden kommen heute zur Anwendung?

Angefangen hat es vor mindestens 5000 Jahren (siehe Ötzi). Akupunktur: Zu Beginn haben die Menschen vermutlich mit Knochen- und Steinsplittern an Punkten herumgedrückt und bemerkt, dass dies den Schmerz  anderer Stelle stillen kann oder den Heilprozess einer Krankheit beschleunigt. Arzneimitteltherapie: Der Übergang von Diätetik zur Arzneimitteltherapie ist auch heute noch fliessend, viele Chinesische Arzneimittel sind Nahrungsmittel bzw. umgekehrt. Vermutlich wurde zu Beginn, ähnlich wie bei Tieren*, die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel auf den Gesundheitszustand unbewusst wahrgenommen und gesteuert. Nach und nach wurde bewusster differenziert und spezifische Erfahrungen konnten erfasst und weitergegeben werden. (*Es einige bekannte Beispiele von Tieren, die sich bei gesundheitlichen Problemen intuitiv von bestimmten Heilmitteln ernähren.) In einer späteren Phase, in der Zeit der ersten Kaiserdynastien, genossen Monarchen umsomehr Ansehen, je besser sie sich in den medizinischen Disziplinen verstanden. Halbe Heerschaften der besten Ärzte wurden vom jeweiligen Kaiser dazu engagiert, die höchste aller Künste weiter zu kultivieren. So bildet z. B. „das Werk des Innern vom Gelben Kaiser“ auch heute noch eines der wichtigsten Grundlagen für die tägliche Praxisarbeit: Huang Di Nei Jing, ein rund 2000 Jahre altes umfangreiches Werk über die Grundlagen und therapeutischen Massnahmen der Chinesischen Medizin. In der nachfolgenden Zeit verging kaum ein Jahrhundert ohne die Erscheinung eines weiteren grossen Werkes. Und es ist beachtenswert, dass es sich dabei um, auch für heutige Massstäbe, erstaunlich wissenschaftliche Arbeiten handelt, nicht nur in punkto Umfang, sondern auch was die Systematik, Reproduzierbarkeit und Nennung bestehender Literaturquellen anbelangt. Natürlich brachten die verschiedenen Epochen auch verschiedene grundlegende Philosophien und Betonungen der Lehren hervor, was aber dem gesamten Wissensschatz zu Gute kam, da er immer wieder unter neuen Aspekten beleuchtet und verfeinert wurde. Schliesslich, in den 60er Jahren, versuchte Mao ZeDong, Führer der Kulturrevolution und späterer Diktator, die Chinesische Medizin zunächst zu verbieten. Kurz darauf sackte aber das Gesundheitssystem Chinas zusammen, worauf er die erste Fakultät für Chinesische Medizin schuf, und damit das, was sich heute offiziell TCM nennt.

Frage: (Aspekte Kultur, Identität/Sozilisation, Ethik)
Weshalb spielt die Ernährung in der TCM eine so grosse Rolle und welche Zukunft kann man der TCM prognostizieren?

Die primäre Therapieform der TCM ist die Anpassung der Lebensweise, um die pathogenen Faktoren zu vermeiden und um die gesundmachenden Faktoren zu fördern. Im alten China galt der Stand eines Mediziners umso höher, je feiner seine Massnahmen waren. Zuunterst auf der Liste standen Chirurgen, sozusagen die grobschlächtigen Metzger. Je feinstofflicher die Eingriffe, desto kleiner der Aufwand und die Nebenwirkungen, je höher der Zugriff in der Kaskade, desto mehr positiv beinflusste Anteile im Autoregulationssystem Mensch-Natur. Umgebungsgestaltung (Feng Shui) oder Ernährung sind natürliche Lebensfaktoren, die schon durch kleine Veränderungen zu hervorragenden Heilungseffekten führen können. Und genau darauf fusst die primäre therapeutische Strategie der chinesischen Medizin. Im Bezug auf die Ernährung hat Paracelsus mal ‚was schlaues dazu gesagt: ‚Lass die Nahrung Deine Arznei sein, nicht die Arznei Deine Nahrung“. Eine zeitlose Heilformel und herrvorragende Metapher zwischen dem heutigen Ost und West, Prosac und Grüntee.
Die Prognose? Allem Anschein nach – und hier sind sich viele geniale Denker, virtuose Wissenschafter und esotherische Meister einig – steht der Menschheit ein epochaler Entwicklungsschritt in ein neues Zeitalter bevor. Da wäre z. B. die elektromagnetische Strahlung der Sonne, welche nachweislich schon seit jeher mit den Peaks der menschlichen Errungenschaften und Hochkulturen korreliert und Ende 2012 einen Supergau erwarten lässt. Dem selben Jahr, in dem der astronomisch 100% solide Mayakalender endet und Nostradamus, sowie weitere Propheten schon vor Dekaden ein neues Zeitalter heraufbeschwörten. Ich persönlich glaube an eine spirituelle Entwicklung der Menschheit, mit welcher die Chinesische Medizin in früheren Zeiten und vermutlich auch in dieser Zukunft problemlos einhergeht. Das rationale Zeitalter der fanatischen Mathematik- und Geldreligion nähert sich dem Ende, so hoffe ich… :o)


Aug 13 2009

Diarrhö – Durchfall: AM-Überblick

von Dr. Raphael Hochstrasser

WICHTIGE & EFFEKTIVE EINZELMITTEL BEI DIARRHÖ

Diarrhö und…
…Hitze: Huang Lian (ja!), Huang Qin
…Feuchte & unverdaute Nahrungsreste im Stuhl: Yi Yi Ren
…Feuchte & wässriger Stuhl: Che Qian Zi, Fu Ling (hoch dosiert)
…Leere: Bu Gu Zhi, Tu Si Zi, Wu Zhu Yu (in extremen Fällen)
…Mi-Qi-Leere: Gan Jiang
…T&T Dysnkt.: Rou Dou Kou

ANDERE, KLASSISCHE EINZELMITTEL BEI DIARRHÖ

Diarrhö und…
…Mi & Ma-Qi-Leere: (Bai) Bian Dou
…FH Dyenterie: Bai Tou Weng
…Sommer-Hitze: Huo Xiang
…Colitis: Bai Tou Weng, Huang Qin, Wu Bei Zi, Bai Zhu, Huai Hua (Blutungen)

WICHTIGE UND EINIGERMASSEN EFFEKTIVE FORMELN BEI DIARRHÖ

bei leichter Qi-Leere & wässrigem Stuhl Sheng Ling Bai Zhu San:
Ren Shen (Qi+Mi+)
Bai Zhu (T&T+)
Fu Ling (T&T+)
Yi Yi Ren (Mi+diuretisch)
Shan Yao (Mi&Ni+)
Bai/Bian Dou (klassisch bei Qi-Leere-Diarrhö)
Jie Geng (Qi heben)
Lian Zi (Ni+)
Sha Ren (aromatisch trocknend)
Da Zao (Qi+, andere AM harmonisieren)
GanCao (Qi+, andere AM harmonisieren)

bei Ni-Yang-Leere-Hahnenschreidiarrhö Si Shen Wan:
Bu Gu Zhi (Ni-Yang+)
Wu Zhu Yu (Ni-Yang+)
Rou Dou Kou (klassisch bei Hahnenschreidiarrhö)
Wu Wei Zi (adstringierend)


Aug 12 2009

Rhinitis & Sinusits (Sonntagszeitung)

von Dr. Raphael Hochstrasser

von U. Gebhardt für die Sonntagszeitung vom 11.01.2009
Dieser Artikel ist also nicht von mir, sondern von hier: http://www.sonntagszeitung.ch/wissen/artikel-detailseite/?newsid=60050. Und weil solche Artikel leider früher oder später wieder vom Netzt genommen werden, habe ich ihn hier mal vor dem Verschwinden gesichert.

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Wenn die Nase läuft, haben die Viren verloren
Mit viel Flüssigkeit wird der Schnupfen weggeschwemmt

Von Ulrike Gebhardt

Ob im Kindergarten oder im Konzert: Schniefnasen trifft man in der kalten Jahreszeit überall, denn kleinen wie grossen Nasen macht besonders die trockene Luft in überheizten Räumen und Autos zu schaffen. Dann können sich winzige Risse in der schützenden Nasenschleimhaut bilden – eine willkommene Einladung für Erkältungsviren, sich häuslich niederzulassen. Häufige Gäste sind die sogenannten Rhinoviren, denen es gerade bei einer Nasentemperatur von 33 bis 35 Grad Celsius besonders gut geht.

Eigentlich sollte das nicht passieren, denn die Nase besitzt ein raffiniertes Reinigungssystem. Schliesslich muss sie tagtäglich mit bis zu 20 000 Liter Atemluft fertig werden, inklusive allem, was gerade so herumschwirrt: Staub, Pilzsporen, Russ, Pollen oder eben Erkältungsviren, die der Nachbar in der Kassenschlange in die Gegend prustet.

Bei echtem Virusschnupfen schwellen die Schleimhäute an

Wie ein Filter schützt die rötlich-blass gefärbte Schleimhaut vor den mehr oder minder gefährlichen Partikeln. Sie kleidet sämtliche Atemwege, also auch die Nasenhaupthöhle und die angeschlossenen Nebenhöhlen, aus und ist im gesunden Zustand von einer dünnen Schleimschicht überzogen. Ungefähr die Hälfte der bisher identifizierten Eiweisse in diesem Schleim steht im Dienste der Körperabwehr, greift also Eindringlinge wie Bakterien oder Viren an.

An der Oberfläche ist der Nasenschleim zäh wie Honig. Hier werden Fremdkörper aller Art abgefangen. Für den Abtransport der gebundenen Störenfriede auf einer dünnflüssigen und gleitfähigeren unteren Schleimschicht sorgen winzige bewegliche Härchen auf den Wandzellen der Nasenhöhlen. Die Spitzen dieser Härchen greifen in die obere Schleimschicht und bewegen sie durch gezieltes Schlagen wie beim Rudern in eine genau festgelegte Richtung. Schliesslich landet alles im Rachen und wird geschluckt.

Im Winter erfüllt die Schleimhaut noch eine weitere Funktion: Sie erwärmt und befeuchtet die Atemluft. Dafür wird die Nasenheizung voll aufgedreht. Wie die Lamellen einer Zimmerheizung sind dabei hauptsächlich die «Nasenmuscheln» aktiv, drei wulstige Gebilde, die an der hinteren seitlichen Nasenwand liegen. Das Gewebe wird zudem stark durchblutet und sondert eifrig ein wässriges Sekret ab. Was erklärt, warum bei eisiger Kälte nicht hinter jeder roten Rotznase ein Schnupfen steckt.

Bei einem echten Virus-Schnupfen schwellen die Schleimhäute und auch die Nasenmuscheln an, die Nase ist verstopft und gibt viel weissliches, zähes Sekret ab. Ausserdem wandern Horden von Immunzellen ein, um die Eindringlinge wieder abzuschütteln. Bei etwa einem Drittel der Infektionen gelingt es der Nase, die Viren schnell wieder loszuwerden. In den anderen Fällen sind auch die Nasennebenhöhlen entzündet, was aber nicht unbedingt zu starken Beschwerden führen muss.

Wenn die Schleimhäute anschwellen, verstopfen die Öffnungen der Nebenhöhlen schnell. Denn diese sind zum Teil nur stecknadelkopfgross. Der Schleim kann nicht mehr abfliessen, und ein Druckgefühl entsteht, je nach betroffener Höhle, am Kopf, im Gesicht oder am Kiefer. Die Erkältung zieht sich in die Länge, leichtes Fieber kann sich einstellen, und man fühlt sich schlapp.

Mit Antibiotika gegen eine Entzündung der Nebenhöhlen

Häufig heilt die Entzündung trotz der Abflussblockade von ganz alleine wieder aus. Abschwellende Nasentropfen, Inhalieren und Nasenduschen können die Symptome lindern und den Heilungsprozess unterstützen. Gelegentlich nutzen aber Bakterien ihre Chance, sich im schlecht belüfteten, mit Schleim gefüllten Höhlensystem anzusiedeln. Wenn die Symptome nach ein bis zwei Wochen nicht nachlassen oder sich die Lage von Tag zu Tag sogar verschlechtert, muss mit Antibiotika gegengesteuert werden, um Komplikationen wie ein Vordringen der Infektion in die Augenhöhle oder zum Gehirn vorzubeugen.

Während sich viele Menschen nur hin und wieder mit den Nebenhöhlen plagen, sind andere Dauergäste beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Schätzungsweise vier Prozent der europäischen Bevölkerung laborieren an einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen. Mehr als drei Monate im Jahr ist die Nase dann verstopft, der Kopf schmerzt, ständig läuft Schleim den Rachen hinunter, und manche können so gut wie nichts mehr riechen.

Noch vor wenigen Jahren nahm man an, für diese Beschwerden seien stets besondere anatomische Engstellen im individuell angelegten Höhlensystem verantwortlich. Doch nicht alle Patienten werden geheilt, selbst wenn man die Engstellen chirurgisch weitet. Neuere Untersuchungen zeigen, dass sich die Entzündung bei manchen Menschen offenbar nicht recht beruhigen will, weil das Immunsystem gegenüber allgegenwärtigen Bakterien oder Pilzen überreagiert.

Experten raten daher, alle medikamentösen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor durch eine Operation verdickte Schleimhäute abgetragen und die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen erweitert werden. Es existieren Wirkstoffe, die vor Ort das übereifrige Immunsystem blockieren und den chronischen Schwellungen entgegenwirken. Andere Substanzen, wie etwa therapeutische Antikörper, die nicht die gesamte Abwehr der Nase lahmlegen, sondern einwandernden Immunzellen gezielt ein Stoppschild vorhalten, befinden sich in klinischen Testphasen.

Allergischer Schnupfen Publiziert am 10.01.2009 (cn)

Immunzellen reagieren mit Botenstoffen auf Allergene.

Bei einigen Menschen kann sich die Schleimhaut nicht nur durch Keime, sondern auch durch Kontakt mit Pollen oder anderen «Allergenen» entzünden. Die Konsequenzen sind denen einer Infektion sehr ähnlich: eine laufende oder verstopfte Nase. Auslöser der Entzündung sind allerdings Entzündungsbotenstoffe, die von speziellen Immunzellen nach einer anfänglichen Sensibilisierung ausgeschüttet werden. Menschen mit allergischem Schnupfen leiden häufig zusätzlich an einer so genannten «nasalen Hyperreaktivität»: Dabei kann die Nase auch extrem auf andere Reize wie Rauch, kalte Luft, Gerüche oder auch körperliche Aktivität reagieren.

Weiteres zum Thema:
Rhinitis und Sinusitis nach TCM
Heuschnupfen Patienteninfo


Aug 12 2009

KREBS

von Dr. Raphael Hochstrasser

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KREBS, EINE NEUZEITERSCHEINUNG?

Nimmt die Zahl der Krebserkrankungen in der modernen Gesellschaft tatsächlich zu? Krebs ist sicherlich kein Neuzeitphänomen; auch in palänthologischen Knochenfunden konnte Krebstumore nachgewiesen werden. Und alleine weil sich mit der Entwicklung der Menschheit auch viele früher tödliche Infektionskranheiten besser in den Griff kriegen lassen, wird die Krebstodesursache statistisch steigen. Und dann darf man noch davon ausgehen, dass bei früheren Erhebungen ein Teil der unklaren Todesursachen aufs Konto von Krebs geht. Doch selbst wenn man all dies berücksichtigt, muss die Zunahme der Todesursache Krebs immer noch eindeutig von anderen Faktoren beinflusst sein.

DEMOGRAFIE (SCHWEIZ)

Morbidität: 35k , Mortalität: 15k

URSACHEN VON KREBS[2]

– Genetische Disposition (Veränderung in der Erbanlage) 10-20%
– Äussere Faktoren (s. u.) 80-90%
– Rauchen 30%
– Ernährung (10-30%, gem. WHO: 12%, die Meinungen sind stark unterschiedlich. Die westliche Ernährungswissenschaft tut sich sehr schwer und verheddert sich in Kontroversen, Zahlen, BMI, Kalorien, Vitaminen, etc.

Die Essenz aus einem 500seitigen Bericht vom World Cancer Research Found[7]. 21 Experten haben die Resultate von 7000 Studien minuziös nach Zusammenhängen zwischen Ernährung und den wichtigsten Krebsarten untersucht. Es konnte nur wenig Eindeutiges daraus geschlossen werden, was für TCMler keine Überraschung ist. Tut mir leid für diese banale Aussage, aber sehen wir der Tatsache doch einfach ins Auge: Die westliche Ernährungwissenschaft mit dem normativ-qualitativen Ansatz funktioniert schlicht und einfach nicht. Immerhin konnte sich das Expertenteam doch einigermassen auf 7 Ernährungstipps einigen, welche aber von innen, wie auch aussen hart dementiert werden.

1. Körperfettmasse niedrig, aber auch nicht zu niedrig, halten.
Als schlank gilt ein BMI zwischen 21 und 23. Darüber sind sich aber nicht alle Experten einig. Die geringste Sterblichkeitsrate liegt nämlich bei einem höheren BMI, bei Mannern ist es ca. 24, bei Frauen ca. 25.

2. Begrenzte Einnahme von energiedichten Lebensmitteln.
Besonders industriell verarbeitete und raffinierte Lebensmittel sind gefährlich. Beispiel: Für die Aufnahme von 250 Kalorien braucht es 1 Glas Apfelsaft (10 Sekunden), Apfelmus (1 Minute), Äpfel (mehrere Minuten)… dabei wird richtig Speichel gebildet, Hungersignale losgeschickt, etc. Effekt: Weniger Kalorien, bessere Verdauung, etc. Das ist aber nur eine indirekte Methode der Prävention (zum schlank bleiben) und wird wissenschaftlich nicht als krebsverhindernd anerkannt. Meiner Meinung nach ist es ein entscheidender Punkt, weil die Verdauung mit energiedichten Lebensmitteln gestresst und überfordert wird.

3. Vor allem pflanzliche Nahrungsmittel einnehmen.
Pflanzen aller Art, Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse, etc. haben wesentliche Vorteile gegenüber tierischen Nahrungsmitteln. U. a. wegen dem hohen Wassergehalt, was schneller sättigt (–> indirekt also wieder das Schlankthema). Zudem geht es aber noch um die sekundäre Pflanzenstoffe, die häufig antioxidant wirken und damit freie Radikale abfangen. Auf der anderen Seite geht aus der Nurses‘ Health Study[6] hervor, dass Menschen mit mehr als 3 x täglich pflanzliche Kost zu sich nehmen, höhere Krebsraten aufweisen…

4. Begrenzter (nicht mehr als 500 Gramm – da waren wohl viele amerikanische Experten dabei!?!) Verzehr von rotem Fleisch (Lamm, Rind, Schwein…).
Das mit dem Fleisch ist ein ziemlich kontroverses Thema. Evolutionsgeschichtlich sind wir seit 4 M Jahren Fleischfresser, während den vorangehenden 40 M Jahren waren unsere Vorfahren jedoch Vegetarier. Na ja, das ist so eine Sache mit diesen evolutionären Argumenten, die kann man bis dorthin zurückdrehen, wo man sie gerade braucht… Der aufrechte Gang ist uns erst seit 6 M Jahren eigen; wäre es also nun besser zu kriechen?
Einig sind sich die Experten lediglich beim gepökelten oder salzigen Fleisch, bei welchem man sich sehr eingeschränken sollte.

5. Begrenzter Alkoholkonsum.
Isoliert auf Krebs betrachtet gilt absolute Abstinenz. Ethanol ist cancerogen.. Gesamtheitlich betrachtet gibt es aber viele wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Alkoho in moderaten Mengen (1-2 Gläser/Tag) gute Prävention gegen viele Herzkreislauferkrankungen bietet.

6. Nicht mehr als 6 Gramm Salz pro Tag (nicht kontrovers)

7. Natürliche Lebensmittel sind künstlichen vorzuziehen.
Die Vielstoffgemische natürlicher Lebensmittel können mit der westlichen Wissenschaft zum ganz grossen Teil nicht analysiert und verstanden werden. Die Isolation einzelner Substanzen, wie Vitamen hat den grossen Nachteil, dass man nichts hat von der Vielzahl der in natürlichen Lebensmittel enthaltenen Stoffe, von denen man nicht weiss, wie und für was sie funktionieren.

ÄUSSERE FAKTOREN

Einer der Hauptfaktoren, wahrscheinlich der wichtigste (50-80%) ist unbestritten Stress. Mit Stress sind nicht nur Zeit- oer Leistungsdruck gemeint, sondern auch überhäufte Sinneseindrücke, unnatürliche Umwelteinflüsse (Strahlen, Gifte, etc.), Diversität und Veränderungen der Nahrungsmittel, Nikotin, Alkohol, Medikamente, Sonnenstrahlung, disharmonische energetische Umgebungsfaktoren, usw.

IATROGENE URSACHEN, SCHUL(D)MEDIZIN?

Das Versagen der westlichen Medizin bei der Behandlung von Krebs sollte man nicht verurteilen. Die zunehmende Neigung zur Suche nach der Schuld bei andern ist meiner Meinung nach eines der übelsten Gesellschaftssymptome unserer Zeit. Und „die Medizin“ trägt nicht die Verantwortung für die Menschen. Leider wird das aber von vielen Praktizierenden so impliziert, sie versuchen ihren Patienten die Krankheiten „wegzunehmen“. Schliesslich trägt aber jeder Mensch die Verantwortung über sich selber, ein Naturgesezt, welches noch von keiner Instutution der Menschheitsgeschichte geändert wurden konnte. Unsere Aufgabe ist es folglich nur, unseren mündigen Patienten anzubieten, sie bei ihrer Prozessarbeit zu unterstützen.

Im Gegensatz dazu sollten wir die Verantwortung für unsere medizinischen Handlungen tragen. Und gerade im Zusammenhang mit den Ursachen für Krebs ist der leichtfertige und oft verfrühte Einsatz von Antibiotika und Kortison sehr fragwürdig. Das Unterdrücken von Infektionskranheiten (um möglichst schnell wieder arbeitsfähig zu sein) ist zu einer viel zu unbedachten Gewohnheit unserer Zeit geworden. Es ist eine altbekannte Tatsache, dass über 98% der an Krebs erkrankten Menschen während mindestens 10 Jahren vor dem Ausbruch der Krankheit keine Infektionskrankheiten mit Fieber mehr hatten. Die antroposophische Erklärung dazu: Infektionen sind die Aktivitäten und Entwicklungsprozesse von jungen, gesunden Menschen, auf der anderen Seite steht die Sklerose als Verlangsamung und Degeneration der Prozesse für das älter werden. Ich würde es so sagen: Ohne Fieber gibt’s keinen Frühlingsputz, und ich bin überzeugt, dass die intensiven Eingriffen mit Atombomben (Antibiotika) für den menschlichen Organismus grosse Belastungen sind, vor allem weil er in dieser schweren Phase (Krieg gegen Bakterien) einen zusätzlichen Feind erhält, der einfach alles Platt macht. Damit verpasst er die Möglichkeit den ursprünglichen Kampf zu führen, gewinnen und sich an ihm zu stärken. Wer Patientinnen mit rezidiver Cystitis behandelt, weiss wovon ich rede. Antibiotika ist bitterkalt, diese Kälte betoniert sich im Uterus erst recht ein, wenn dieser geschwächt ist. Es entsteht ein schwer zu durchbrechender Teufelskreis. Warum verursachen und verstärken wir ihn mit Antibiotika? Einerseits, weil es der westlichen Medizin an Erklärung und Verständis für diesen fatalen Mechanismus fehlt, andererseits aber auch aus Angst vor allfälligen Komplikationen, wie z. B. Pyelonephritis, und schliesslich weil ganz einfach die therapeutischen Mittel zur Entkopplung dieses Teufelkreislaufes fehlen. Das ist herbe Kritik an der westlichen Medizin, die sie meiner Meinung nach auch braucht, um ihre Allglaubensmacht aufzuweichen. Im Moment mag sie nämlich ihre Schwächen noch nicht einzugestehen, doch es würde sie wesentlich stärken. Schliesslich liefert TCM zwar auf höheren energetischen Ebenen Lösungen zur effektiven Krebsprävention und Behandlung, doch in hochakuten lebensbedrohlichen Situtionen ist die westliche Medizin nach wie vor das Nonplusultra mit Chemo-, Hormon- und Strahlentherapie. Und damit sind wir bei dem Punkt, wo wir die Stärken aller Methoden verbinden.

KREBS IM VERSTÄNDNIS DER CM

Bereits Hippokrates rätselte über das Phänomen der tödlichen Wucherungen, die anhand äußerer Symptome gedeutet wurden. Krebsgeschwulste erzeugen manchmal sichtbare, gestaute Venen, die in ihren Ausläufern an einen Krebs erinnern. Deshalb taufte vermutlich der griechische Hippokrates (um 400 v. Chr.) die Krankheit Karkinos bzw. Krebs. Er und später auch Galenos (um 150 n. Chr) vermuteten einen engen Zusammenhang zwischen der seelischen Verfassung und dem Auftreten von Krebs; sie stellten fest, dass melancholische Frauen häufiger erkrankten als temperamentvolle.

Krebszellen sind bösartige (invasive) Zellwucherungen, die sich zu einem Tumor formatieren und den Platz von gesundem Gewebe einnehmen. Tumore bilden eigene Blutgefässe zur Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff, haben aber – im Gegensatz zu normalen Zellen – keine Lebzeitbegrenzung.

Alchemistisches Verständnis: Krebszellen kommunizieren nicht mehr mit dem Organismus, sie sind „taubstumm“ und beginnen ihr eigenes Ding durchzuziehen. Dasselbe, wie wir Menschen auf der Erde. Wir zerstören die Verbindung zu dem Organismus, dem wir entstammen, und der uns erlaubt zu existieren. Es geht also um die Fähigkeit der Kommunikation.

Die meisten bekannten Ursachen lassen sich in einem ganzheitlichen Verständnis als Stress zusammenfassen. Sei es nun Verdauungsstress durch künstliche oder verdichtete Nahrung [2], durch aufgestautes Bewegungspotential (s. u. Le-Qi-Stagnation) oder langfristige emotionale oder seelische Belastungen. Dabei sind die Faktoren aber nach westlich-normativ beschränktem Verständnis als solches nicht festmachbar. So kann z. B. gesunde Ernährung ebenso zu einem Stressfaktor werden, weil sich jemand zu akribisch einen Stress daraus macht, dass überall Gift oder negative Energie drin sein könnte (was es aber einfach hat; kein yin ohne yang…), dass es laktoveganhyperglutenfreibasischkatabolgesegnetsalzarmbioohnenegativenschwinungenundundundund… wäre also in einem solchen Fall der Stressfaktor.

Ein grosser Teil der Therapie mit CM fällt auf die Nebenwirkungen der Strahlen- bzw. Chemotherapie (s. a. Therapeutische Massnahmen). Im Verständnis der CM schädigt die Chemotherapie Qi und Blut, was die Polyneuropathien erklärt, während die Strahlentherapie hauptsächlich das Yin und Jing schädigt.

FRÜHERKENNUNG JA ODER NEIN?

Die präventive Mammographie ist stark in Kritik geraten, da sie durch den Stress (der Untersuchung und falscher Befunde) vermutlich mehr Schaden anrichtet, als sie durch Früherkennung verhindert. Dennoch ist die Früherkennung von Tumoren sehr wichtig, weil wir dann möglichst früh mit Gegenmassnahmen beginnen können. Einerseits natürlich mit der Harmonisierung von Yin und Yang, ev. sogar auch mit Operationen, wie z. B. bei Endometriumskarzinom oder Gebärmutterchleimhautkrebs wo die Heilungsrate bei über 80% liegt. Natürlich stellt sich an dieser Stelle die grundsätzliche Frage danach, wie sehr wir unser Leben auf die Vermeidung von Gefahren und die Suche nach Problemen und Kranheiten, oder auf Gesundheit, Freude und Spass ausrichten sollen, bevor wir letztendlich alle sterben.

SPONTANHEILUNG

Definition: Tumorrückgang >50% während >4 Wochen
Vorkommen: ~0.00001%
Salutogenese unbekannt

THERAPEUTISCHE MASSNAHMEN

Schulmedizinisch:
– Chemotherapie
– Hormontherapie
– Strahlentherapie

Komplementäre Therapien mit nachgewiesenem Effekt [1]

– Avemar (Nahrungsergänzungsmittel)
v. a. bei Tumoren im Verdauungstrakt (Mund, Rachen, Brust, Magen und Darm). Die wichtigste Wirkung ist die geringere Metastasierung. Besseres Blutbild bei Strahlen- und Chemotherapie. Verzögerung von Rückfällen, v. a. bei Darmkrebs.

– Cannabis bzw. Cannabinoide
zur Behandlung von NW und zur Steigerung des Appetits. Antikonvulsiv, appetittanregend, antiemetisch und schmerzlindernd, invitro auch anticancerogen.

– Camellia sinensis, Grüntee (anklicken für mehr Infos).
Zahlreiche positive Effekte, enthält weit mehr Radikalfänger als Ascorbinsäure. Nachweislich anticancerogen. Sollte in den täglichen Speiseplan aufgenommen werden.

– Huang Qi, Astragali, radix (siehe im nächsten Abschnitt ‚TCM‘)

– Mel, Honig.
Dosis tägl. bis zu 50 g. Wundheilung, Halsschmerzen, usw. V. a. bei Chemoterapie mit Neutropenie (bis zu 40% Verbesserung), bei Strahlentherapie mit Schleimhautentzündungen (als Interna und Externa).

– Indol-3-Carbinol
ist in fast allen Kohlarten enthalten: Broccoli, Weisskohl, Blumenkoh, Rosenkohl und wirkt antikancerogen. Es neutralisiert die tumorfördernde Wirkung von Östrogen und cancerogene Toxine, die beim Braten und Grillieren entstehen. V. a. bei Darmkrebs und Ovarienkarzinomen kann es die Lebenserwartung erhöhen.

– Lycopin
findet sich in Tomaten, einigen Rüeblisorten und Hagebutten. Prävention, Überlebenszeit erhöhen und Tumor Rückbildung fördern, usw. Höchste Wirksamkeit als Vielstoffkomplex reifer, gekochter Tomaten.

– Polyphenole
sind in hohen Mengen enthalten in: Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, blauen Trauben, Ziwebeln, Grünkohl, Äpfeln, Aprikosen, Paprika, grünen Oliven, Sojabohnen, Grüntee und Rotwein. Bei Früchten, Beeren und Gemüsen sind die Anteile in den Schalen äusseren Schichten weitaus am höchsten, Frischware enthält wesentlich mehr Antioxidanzien, Beeren müssen also auch komplett verspeist werden, Beerensaft reicht nicht. Polyphenole schützen vor freien Radikalen, hemmen den Wachstum von Viren und Bakterien, wirken vor allem im Verdauungstrakt antikancerogen, antiallergisch durchblutungsfödernd, antihepatotoxisch, antikonvulsiv und immunmodulatorisch.

– Propolis
Diese Sekret wird von den Bienen einerseits zur Tempereraturregulierung des Bienenstocks (Öffnung vor der Stadt/pro Polis), als Kittharz und zur Desinfektion von Fremdkörpern eingesetzt. Neueste Studien zeigen hervorragende Resultate, die westliche Medizin tut sich aber schwer damit, weil das Material nicht standardisiert werden kann… (welch‘ ein Hindernis?!). Es wird daher fast nur ausschliesslich für die Verhinderung von Schleimhautentzündungen bei einer Strahlentherapie im Hals/Kopfbereich eingesetzt.

– Selen
Tagesdosis bei Daueranwendung < 300 µg (Toxizität!). Selen ist ein wichtiger Katalysator bei vielen enzymischen Prozessen, und wirkt zusammen mit anderen Stoffen immunmodulierend, antixoidant, antiflammatorisch, cardioprotektiv, reguliert den Zelltod und unterstützt die Schwermetallausleitung, ausserdem ist es wichtig für die Bildung von natürlichen Killerzellen. Der Selenspiegel bei Tumorpatienten ist oft sehr niedrig. Steinpilze, Rinderfilets, Fisch, Nieren vom Rind oder Schwein, Eierteigwaren, Knoblauch und Bier :o) enthalten höhere Mengen Selen.

– Shiitake
Tagesdosis ca. 8 Pilze. Lentinan stimuliert die Produktion von Killerzellen, T-Helferzellen und Makrophagen. Shiitake enthält Plyphenole, B-Vitamine, Vitamin D, Kalium, Kalium, Zink, Eisen und Phosphor. Empfehlenswert bei Pankreas-, Brust-, Darm-, Magen- und Lungenkrebs, sowie bei Leukämie und Lymphomen.

– Vitamin D
Genese durch Photosynthese, im Winter ausgleichen mit: Lachs, Makrele, Thunfisch, Lebertran. Vitamin D wird im Körper zu Calcitriol, das die Zellentwicklung bzw. -reifung reguliert. Dickdarm-, Prostata- und Brustkrebs gehen häufig mit einem Vitamin D-Mangel einher. Anwendung v. a. präventiv. Cave: Nicht bei Knochenmetastasen, Hyperparathyreodismus, erhöhten Kalziumwerten, Myelomen, Nierensteinen oder anderen Nierenerkrankungen.

– Zink
Ist in Edamer, Truthan, Leber, Rindsfilet, bestimmten Fischen und Milchprodukten vorhanden. (Tägliche Dosis als Nahrungsergänzung: 10-15 mg) Zink ist eine wichtige Substanz für eine Vielzahl von Enzymen und der Superoxidbismutase. Damit indirekt Einfluss auf das Immunsystem, den Knochenbau, der Beseitigung von freien Radikalen, usw. Zink senkt ausserdem den Kupferspiegel im Blutserum, welcher einen Einfluss auf die Entstehung von Krebs hat. Breites Anwendungsgebiet: Le-Blut-Leere Zeichen (trockene Haut, trockenes Haar), Wundheilungsstörungen, Akne, Psoriasis, usw., Immunsystem stärken, bei gesteigertem Verbrauch: Vegetarier, Schwangere, Stillende und chronisch Kranke. Präventiv und adjuvant während der Krebstherapie.

THERAPEUTISCHE MASSNAHMEN TCM

– Prävention und Tumorbekämpfung: Klassische Methoden nach TCM zur Harmonisierung von Yin und Yang, zum Aufbau des Qi’s und des Blutes, sowie zur Tumorbekämpfung.
– Nebenwirkungen der schulmedizinischen Methoden behandeln: Blutungen, Schmerzen, Übelkeit.
– Huang Qi als Einzelmittel: allgemeines Tonikum(Mi-Qi), zur Immunstärkung (Wei-Qi), Le-Metabolismus steigern, Interferonproduktion steigern, Ni-diuretisch, usw. Nachgewiesen canceroprotektiv (ev. wegen Selengehalt), cardioprotektiv, hepaprotektiv, immunstimulierend, stimuliert T-Zellenproduktion gegen Infektionen (wichtig bei Chemotherapie), verstärkte Wirkung der Chemotherapie mit Platin bei nichkleinzelligem Bronchialkarzinom. Der positive Effekt ist auch schulmedizinisch belegt.

– Linderung von Hauptnebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapie, sowie postoperativen Beschwerden.

– Behandlung von Hauptkomplikationen bei Krebserkrankungen: Schmerzen, Fieber, Blutungen.

– Ganzheitliche Beratung zu Möglichkeiten und Gefahren im Lebensstil inkl. Ernährung, Qi-Gong, usw. nach Traditioneller Chinesischer Medizin.

QUELLEN & LINKS

[1] Alternative Krebstherapien von Prof. Dr. med. Karsten Münstedt und Petra Thienel. ISBN 978-3-426-64470-6

[2] Umfangreiche schweizerische Informationsplattform mit vielen Infobroschüren zum downloaden.
www.krebsliga.ch

[3] Vereinigung Schweizer Krebsregister
Erhebungen, Datenbanken und Statistiken
www.vskg.ch oder http://asrt.ch/nicer/

[4] Epidemiologisches Krebsregister Deutschland
www. gekid.de

[5] WHO-SIS WHO Statistical Information System
http://www.who.int/whosis/en/

[6] NHS The Nurses‘ Health Study http://www.channing.harvard.edu/nhs/
z. B. http://www.channing.harvard.edu/nhs/publications/allpubs.shtml
NHS 2005/12

[7] World Cancer Research Fund
http://www.wcrf.org/
http://www.wcrf.org/research/expert_report/expert_report.htm


Aug 11 2009

Osteoporose, Osteopenie

von Dr. Raphael Hochstrasser

*Osteoporose lässt sich primär als Yin-Mangel (es fehlt an Substanz) und sekundär häufig durch exzessive (Yang-) Aktivität (und Verbrennung/Verbrauch von Substanz) interpretieren. Typische Kombinationen sind also Yin-Leere-Feuer oder aufsteigendes Leber-Yang und Ni-Yin mit Le-Blut-Leere.

Die Chancen für den Wiederaufbau von Knochensubstanz sind gering, es bestehen aber gute Chancen, die Lage zu stabilisieren, indem der abbauende Faktor (Leere-Feuer, aufsteigendes-Yang, etc.) entschärft wird.

Die bedeutendsten AM zur Behandlung des Musters sind folglich Shu Di Huang und Gui Ban, symptomatisch könnten Gu Sui Ban und Xu Duan eingesetzt werden, um die *Knochendichte zu erhöhen.

*NOTABENE! Knochendichte ist nicht dasselbe wie Knochenfestigkeit! Siehe hierzu auch: Knochendichte / Knochenfestigkeit / Kalzium…


Jul 18 2009

Warum nicht einfach immer (Dan Zhi) Xiao Yao San?

von Dr. Raphael Hochstrasser

Die Mengenstatistik der in Europa und den USA verordneten TCM-Arzneimittel wird schon seit Jahren von einer Formel angeführt: Dan Zhi Xiao Yao San.

Warum Leber-Qi-Stagnation so modern-populär ist
Die Leber ist dafür zuständig, das Qi harmonisch und gleichmässig im Organismus zu verteilen, gem. Dr. im Skoien die ‚Fliessen & Ausbreiten-Funktion’, kurz ‚F&A-Fnkt’ genannt. Stagnation entsteht nicht nur bei unzureichender F&A-Fntk., sondern auch durch den relativen Überschuss von Qi. Im Falle der Wandlungsphase Holz bedeutet das: Überaktivität kann nicht in Bewegung umgesetzt werden. Typischerweise sitzt man bzw. mensch vor dem Computer, im Auto, in der Konferenz oder bei anderen Yang-Tätigkeiten, wofür unser vegetatives Nervensystem den Körper auf physische Aktivität vorbereitet; auch sympathische Aktivierung genannt. Doch der sympathische Modus dient der kurzfristigen Steigerung körperlicher Leistungen zu Jagd- und Fluchtzwecken. Und wenn das daraus zur Verfügung gestellte physische Aktionspotential nicht ausgeführt wird entsteht ein Energiestau, der in der CM dem Funktionskreis der Leber zugeordnet wird. Kommt hinzu, dass viele wichtige Einrichtungen und Tätigkeiten unserer Gesellschaft auch in sich selbst schon eine yang-ige und holzige Natur aufweisen: Action im Fernseher löst den Jagd- und Fluchtmodus aus, das intensive Starren auf Bildschirme (Yang-Tätigkeit der Augen) „saugt“ Yang nach oben, Kommunikation läuft über das Schilddrüsenchakra (Wandlunsphase Holz), Autofahren ist Jagd- und Flucht des modernen Menschen per se, usw. Leber-Qi-Stagnation vorprogrammiert! Der hinter dem Steuer zappelnde Büromensch im Verkehrsstau als Sinnbild in Superlative davon.

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Pathomechanismus

Die Pathologie bei Leber-Qi-Stagnation (LQS) bzw. verminderter F&A-Funktion führt zu…
…(1) ungleichmässigem Qi-Fluss und Qi-Blockade im mittleren Jiao, welche sich…
…(2) oft schubweise…
…(3) nach oben entlädt. Zusätzlich…
…fehlt (4) dieses Qi in der Peripherie und in den anderen Systemen.

Diese Wirkweisen (1), (2), (3) und (4) können natürlich jeweilige Symptome zur Folge haben…

Symptome

Der ungleichmässige Qi-Fluss im mittleren Jiao (1) entsteht, weil die Leber zu viel Qi benötigt und die Milz dabei vernachlässigt (4) wird, eine Disharmonie über den Wu-Xing Kontrollzyklus. Weil die physiologische Qi-Richtung der Milz nach unten geht und ihr die Kraft für Tranport und Transformation fehlt, führt diese Unterversorgung zu weichem, wässrigem oder bleistiftartigem Stuhl, sowie im Extremfall zu Durchfall. Liegt die Betonung des Musters eher beim diskontinuierlichen Qi-Fluss (1), kann sich dies per Darmperistaltik mit schafskotartigem Stuhl oder Tendenz zu Obstipation äussern. Die alternierende Defäkation (schöne Terminologie,  gell?) ist ein sehr typisches und zuverlässiges Zeichen der Disharmonie zwischen Milz und Leber.

*In der CM entspricht „die Milz“ der nahrungstransformierenden Instanz, also etwa dem, als was modern gesehen der Dünndarm verrichtet.

Ein ebenso typisches Zeichen sind hypochondriale Distensionen, welche sich in Form eines eher diffusen Druckgefühls (aufgrund der generellen Fülle in der Leber) oder wandernden und örtlich begrenzten Spannungsgefühlen äussern. Ein bei LQS überaus häufig auftretendes Symptom, dass allerdings von vielen Patienten erst bemerkt wird, wenn sie die Wahrnehmung bewusst darauf lenken.

Die schubartigen (2) Entladungen (3) von gestautem Le-Qi gehen aber vor allem nach oben ab. Das aufsteigende Le-Yang führt so z. B. zu….

…. Schwindel, Yang-Kopfschmerzen und Migräne. Denken wir daran, dass Yang eigentlich = Qi + Hitze ist, verstehen wir auch, wieso Hitzköpfe entstehen. Unruhiges Shen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen inkl. PMS sind alles weitere Folgen von aufsteigendem Le-Yang. Auch sekundäre Stagnationen im oberen Jiao. Typischerweise drückt sie sich dann durch torokale Beklemmungsgefühle (Qi & Hitze bedrohen das Herz und das Zhong-Qi) oder Blockaden-/Pfirsichkerngefühl (Globus hystericus) im Hals aus. Ein Beispiel: Der Büromensch geht am Abend joggen und befreit dabei das in der Leber angestaute Qi, welches sich nach oben ins Herz entlädt und zu einem Infarkt führt.

Kalte Glieder oder Extremitäten (4): Leider werden Kälte-Symptome von Grob-Diagnostikern oft einfach in die Schublade Nieren-Yang-Mangel versorgt. Kälte, die aber lediglich in der extremen Periphärie auftritt, indiziert etwas anderes: Wenn die Leber das Qi hamstert und nicht gleichmässig und sanft verteilt, ist normalerweise die im gleichen Stockwerk arbeitende Milz am meisten betroffen (2). Zu wenig Qi (notabene Qi, nicht Yang, denn Qi wärmt, Yang heizt) oder solches, dass nicht gut verteilt wird ist dann Schuld an kalten Fingerchen und Zehen.

Übrigens neigen die Symptome bei LQS häufig auch zu einer Wind-Charakteristik, sie sind also wechselhaft, wandernd, schleichend, einseitig, etc.

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Arzneimittel

Die Grundformel Xiao Yao San besteht aus:
Chai Hu
Bai Shao Yao
Bai Zhu
Fu Ling

Dan Zhi Xiao Yao San besteht aus:
Xiao Yan San
+ Mu Dan Pi
+ Zhi Zi

Xiao Yan San besteht also zum grossen Teil aus Komponenten, welche sich nicht durch eng-spezifische, sondern eher durch breitgefächerte, komplexe Wirkweisen auszeichnen. Welche das sind, kann man in jedem Kräuterbüchli nachlesen. Drum werden sie hier etwas alternativ vorgestellt:

Chai Hu ist die Wurzel eines sehr trockenen Krautes, wie es der Name verrät: Der Reisig/das Anzündholz (Chai) der Familie Hu oder der Barbaren (beides=Hu). Es sollte nicht unterschätzt werdenund alleine wäre es zu trocknend. Daher muss es mit einem befeuchtenden bzw. Yin-schützenden Kraut ausgeglichen werden. Chai Hu ist die Yang-Komponente dieser Rezeptur, idealerweise in Gesellschaft seiner zwei perfekt ergänzenden Schwestern (Yin): Bai Shao Yao und Dang Gui. Bai Shao Yao ist das beste Kraut, um das Le-Yin zu schützen und befeuchten. Die andere Schwester, Dang Gui, ist sogar botanisch mit Chai Hu verwandt, beide gehören zur Familie der Dolderblüter. Auch andere Vertreter dieser Familie, wie z. B. Chuan Xiong und Xiao Hui Xiang sind äusserst nützliche Mittel der TCM, da sie jeweils mehrere wichtige Wirkweisen in sich vereinen: Entsprechend ihrer Erscheinung (Dolderblüter) wirken sie nach oben und aussen öffnend, sind aromatisch und Qi-verteilend was wir wiederum vom all überbetörenden Geschmack in den Rezepturen kennen.

Bai Shao Yao schützt also das Yin und Blut vor der trockenen Qualität von Chai Hu. Darüber hinaus ist es das einzige Mittel der CM, welches explizit das Ying-Qi nährt. Ying-Qi ist kein Äquivalent des Xue, sondern eben die energetisch-funktionelle Form davon. Genauso kann Bai Shao Yao nicht wirklich (stofllich) Blut nähren, aber als Alleskönner der Leber-Funktionen die Le-Blut- & Yin-Funktionen stärken.

Bai Zhu und Fu Ling sind die typischen Kandidaten, wenn es darum geht die Mitte (Transformieren&Transportieren-Funktion) zu unterstützen. Beide tonisieren und wandeln Feuchte um, Bai Zhu tonisiert mehr, Fu Ling wandelt mehr Feuchte um. (In Punkten ausgedrückt: Bai Zhu tonisiert mit 3/5, wandelt Feuchte 2/5, Fu Ling tonisiert mit 2/5, wandelt Feuchte mit 3/5.) Nebenbei verbessern die beiden natürlich auch die Resorption der Arznei, aber ihre hauptsächliche Aufgabe in dieser Formel liegt bei der Stärkung der Mitte (Ma/Mi), um den übermächtigen Gegenpol (Le-Qi) etwas auszugleichen und die fehlende ERDung (vegetativ=parasympatischer Aspekt) zu verbessern. Die kann natürlich durch entsprechende Massnahmen im Alltag noch weiter unterstützt werden. Z. B. durch Arbeit im Garten/Acker, Barfüsseln, Langsamheit, etc.

Dang Gui wird häufig in Formeln verwendet, bei denen es zwar nicht primär, aber sekundär darum geht, das Xue zu stärken. Manchmal mit der Strategie, allfälligen Nebenwirkungen (etwa Austrocknung durch Chai Hu) vorzubeugen, meistens aber vor allem, um die Qi-Produktion zu erhöhen (Xue nährt das Qi). Es ist ausserdem so beliebt, weil die Gefahr eine Blut-Stase auszulösen sehr gering ist, da Dang Gui gleichermassen sanft Blut nährt, wie auch breitbandig bewegt bzw. verteilt. Und natürlich passt es auch ideal zu Xiao Yao San, weil es seine Wirkung hauptsächlich im  Funktionskreis der Leber entfaltet.

Mu Dan Pi ist gewissermassen ein sanfter und zuverlässiger Chiller fürs UJ, va für die Le-Blut-Funktionen.

Zhi Zi chillt und verteilt Qi in 3 Jiaos gleichzeitig mit genereller abwärts-Bewegung. Ein sehr Potentes Mittel mit einem breiten sedierenden und verteilendem Wirkspektrum. Wenn die reine Sedierung möglich ist, und man statt der ganzen Formel nur ein Mittel einsetzen könnte, wäre es wohl dieses.

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Die Titel-Frage war natürlich eher als Inhaltsangabe, denn als wirkliche Frage gedacht. Und die Antwort darauf ist klar. Falls doch nicht: Immer einfach Dan Zhi Xiao Yao San würde vermutlich gar nicht mal so schlecht funktionieren. So wie wenn man einfach jedem Patienten rät, sich regelmässig zu bewegen (Le/F&A) und sich klar, frisch und bekömmlich zu ernähren (Mitte/T&T). Bei den meisten Patienten würde dies wohl zu einer mässigen bis sehr guten Verbesserung ihres Zustandes führen. Mit einer differenzierten und individuell spezifizierten CM-Therapie wird die Quote und Amplitude allerdings wesentlich höher liegen.


Jul 9 2009

Nine Star Ki – Numerologie – Yi Jing – Four Pillars – Tierzeichen

von Dr. Raphael Hochstrasser

Yi Jing – Die 64 Wandlungen

  • Komplette Übersetzung:
  • http://www.schuledesrades.org/public/iging/buch/?Q=5/0/4/0/0/1/2

  • (nur) Anleitung zur Befragung mit Münzen:
  • http://gutenberg.spiegel.de/buch/1325/1

  • Befragung mit online Generator:
  • http://www.maria-ruhl.de/links/orakel.htm

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    Four Pillars – Tierzeichen


    Beispiel: 13. Juli 1976 um 7:59 Uhr ergibt 969 als Nine Star Ki und folgende Tierzeichen: Wasserdrache (Zeit), Feuertiger (Tag), Holzziege (Monat), Feuerdrachen (Jahr)

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    Nine Star Ki – Numerologie


    Informativer und qualitativer Artikel zum Nine Star Ki:
    http://www.wwidmer.de/fernost.php?menu=0&submenu=1

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    Chronoakupunktur online

    http://www.akupunktur.ch/Turtle/


    Jul 4 2009

    CM oder TCM?

    von Dr. Raphael Hochstrasser

    Ja, jaaaa… Chinesische Medizin (CM) ist nicht das selbe wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Statt darüber zu streiten, was besser und schlechter ist, profitieren wir von den jeweiligen Vorteilen…

    CM steht für die ursprüngliche Form der Chinesischen Medizin. Damit sind sämtliche Philosophien und Methoden vor der Zeit der Kulturrevolution in den 60er Jahren gemeint. Das Wissen, oder gerade in diesem Fall besser gesagt das Verständnis, wurde über Jahrtausende von Meister zu Schüler weitergegeben. Der persönliche Kontakt ermöglicht die Initiierung und Weitergabe von Wissen inklusive Kräften mit feinstofflichem, mystischen und spirituellem Charakter.

    TCM ist die während der maoistischen Kulturrevolution entmystifizierte, genormte Form, welche den Vorteil bietet, dass  das praktische Wissen übersichtlich in ihrem klar strukturierten, theoretischen Gerüst  „eingeordnet“ werden kann. Dadurch wird der Zugang zum Wissensschatz vereinfach und der Zugriff auf die Toolsets der chinesischen Heilkunst verbessert. Weil diese Toolsets klarere Umrisse gewonnen haben, können die verschiedenen Möglichkeiten und ihre Grenzen besser definiert werden.

    Zum Glück fliessen die meisten wertvollen und während Maos Zeit verbannten Theorien, Methoden und spirituellen Aspekte heute wieder zurück in die grosse Truhe des Wissensschatzes, was inhaltlich sicherlich von grosser Bedeutung ist. Ob dieser dann TCM oder CM genannt wird, ist meines Erachtens Nebensache.